Wo ist Erich Endres?

Spurlos verschwunden: 74-Jähriger kam nicht vom Waldspaziergang heim

Der 74-jährige Erich Endres wird schon seit dem 9. März dieses Jahres vermisst
Fotos: privat

01.08.2026 / REGION - Eine verzweifelte Familie sucht nach dem 74-jährigen Erich Endres, der vor mehr als vier Monaten mit seinem Hund zu einem Waldspaziergang aufbrach und seither spurlos verschwunden ist. Sohn Christian Endres hat uns jetzt gebeten, über OSTHESSEN|NEWS noch einmal über den Fall zu berichten und auf diese Weise vielleicht doch noch Hinweise über den Verbleib des Seniors zu bekommen.



Seit dem 9. März 2026 wird Erich Endres aus Schwalmstadt-Sachsenhausen (Schwalm-Eder-Kreis) vermisst. Er war mit seinem Hund zu einem Spaziergang aufgebrochen und kehrte anschließend nicht mehr nach Hause zurück. Die letzte bestätigte Sichtung erfolgte nach Angaben der Familie durch einen Mitarbeiter von HessenForst. Der 74-Jährige war zum letzten Mal auf einem Weg links oberhalb der Brücke am Ortseingang von Gilserberg-Sachsenhausen am Waldrand gesehen worden. Parallel zu diesem Weg verläuft die Bundesstraße. Danach verliert sich seine Spur.

Bis heute ist für die Familie völlig unverständlich, dass Erich Endres an einem der ersten warmen und sonnigen Frühlingstage spurlos verschwand, obwohl sich an diesem Tag wegen des schönen Wetters viele Menschen in der Gegend aufhielten. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen mit zahlreichen Einsatzkräften, Suchhunden, Drohnen und vielen freiwilligen Helfern konnte bis heute keine Spur von ihm gefunden werden.

Völlig rätselhaft: Sein Hund tauchte nach zwölf Tagen unversehrt wieder auf

Besonders rätselhaft bleibt, dass Endres Hund, an dem der Senior sehr hing, zwölf Tage nach dessen Verschwinden allein, gepflegt und gut genährt in den Heimatort des Seniors zurückkehrte. Wo er sich in der Zwischenzeit aufgehalten hat und was mit seinem Herrchen passiert ist, blieb bis heute ungeklärt. "Der Hund hatte keine Zecken oder Pflanzenreste im Fell und hatte augenscheinlich nicht gehungert", sagt der Sohn. Wenn Erich Endres gestürzt wäre, hätte der Hund sich nicht dort wegbewegt, sondern wäre auf jeden Fall bei ihm geblieben, sagt der Sohn, denn die beiden waren unzertrennlich: "Der Hund müsste reden können!"

Mysteriös ist auch die Tatsache, dass diverse Such- und Spürhunde zu unterschiedlichen Zeitpunkten alle an derselben Stelle in der Nähe der Bundesstraße die Spur verloren, doch weiter oben im Wald erneut anschlugen. Weil der 74-Jährige durch eine Lungenerkrankung eingeschränkt war, habe er auch nicht weit laufen können, berichtet der Sohn, der nicht mehr sagen kann, wieviele Kilometer er auf der Suche nach seinem Vater inzwischen zurückgelegt hat.

Seit mehr als vier Monaten leben die Angehörigen mit der belastenden Ungewissheit. Sie bangen und hoffen weiterhin, dass Erich Endres nicht in Vergessenheit gerät, und bitten die Bevölkerung erneut um Unterstützung. Vielleicht erinnert sich jemand an eine Beobachtung im Bereich Gilserberg-Sachsenhausen, am Waldrand oder auf der parallel verlaufenden Bundesstraße, die damals unbedeutend erschien. Jeder noch so kleine Hinweis kann entscheidend sein. Hinweise nimmt die Polizeistation Schwalmstadt oder der Polizei-Notruf 110 entgegen. Der größte Wunsch der Familie ist es, endlich Gewissheit darüber zu erhalten, was mit ihrem Angehörigen geschehen ist. (ci) +++





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