Handwerkerfehler mit schweren Folgen

Defektes Regenrohr flutet Schulneubau: Landkreis fordert Schadensersatz

Ein beschädigtes innenliegendes Regenfallrohr verursachte den Wasserschaden im Neubau der Grundschule Poppenhausen.
Fotos: Moritz Bindewald

01.08.2026 / POPPENHAUSEN (WAKU) - Noch bevor das neue Schuljahr überhaupt begonnen hat, sind Teile des Neubaus bereits für Monate unbrauchbar: Ein Wasserschaden hat mehrere Räume der Grundschule Poppenhausen im Landkreis Fulda getroffen. Küche, Mensa, Flure und Betreuungsbereiche können voraussichtlich ein halbes Jahr lang nicht genutzt werden. Der Landkreis Fulda will Schadensersatz geltend machen.



Entdeckt wurde der Schaden bereits vor rund drei Wochen. Auslöser war nach Angaben des Landkreises ein Fehler bei der Ausführung der Bauarbeiten. Auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS teilte der Landkreis mit: "Verursacht wurde der Wasserschaden durch ein beschädigtes innenliegendes Regenfallrohr."

Wasser dringt in unteren Gebäudebereich ein

Durch das beschädigte Rohr gelangte Wasser in mehrere Räume im unteren Bereich des Neubaus. Betroffen sind die Küche und Spülküche, die Mensa, mehrere Flure sowie Räume, die für die Betreuung der Grundschüler vorgesehen sind. Diese Bereiche können während der Sanierungsarbeiten zunächst nicht genutzt werden. Wie hoch der Schaden insgesamt ist, steht noch nicht fest.

Da der Wassereintritt auf einen handwerklichen Mangel zurückgeführt wird, will der Landkreis als Bauherr finanzielle Ansprüche geltend machen. "Der Landkreis Fulda als Bauherr wird Schadensersatzansprüche geltend machen. Die gesamte Schadenshöhe kann derzeit noch nicht beziffert werden", heißt es auf O|N-Anfrage. Für die vollständige Beseitigung der Schäden wird derzeit mit einer Dauer von etwa sechs Monaten gerechnet.

Mittagessen wird im Nachbargebäude ausgegeben

Für die Zeit der Sanierung haben der Landkreis, die Gemeinde Poppenhausen und die Schulleitung inzwischen eine Übergangslösung vereinbart. Das Mittagessen soll vorübergehend im benachbarten Von-Steinrück-Haus ausgegeben werden. Für die Betreuung werden andere Räume auf dem Schulgelände genutzt. Die notwendigen Vorbereitungen dafür laufen bereits. Die Eltern sollen noch vor dem ersten Schultag von der Schule über die konkreten Abläufe informiert werden.

Trotz der erheblichen Einschränkungen soll der Wasserschaden keine Auswirkungen auf den Beginn des neuen Schuljahres haben. Der reguläre Unterricht könne in knapp zwei Wochen wie vorgesehen starten. Auch die Ganztagsbetreuung soll während der voraussichtlich sechsmonatigen Sanierungsphase sichergestellt bleiben. (Constantin von Butler) +++

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