30-Millionen-Projekt für die Zukunft
Ein Jahr nach Spatenstich: Neubau der Cuno-Raabe-Schule schreitet voran
Der aktuelle Stand der Baustelle an der Cuno-Raabe-Schule.
Fotos: Rene Kunze
29.07.2026 / FULDA -
Es geht mit großen Schritten vorwärts! Gut ein Jahr nach dem Spatenstich für den Neubau der Fuldaer Cuno-Raabe-Schule im Mai 2025 gibt die Stadt Fulda einen Überblick zum aktuellen Stand des Großprojekts. Der Schulcampus soll künftig bis zu 425 Schülern beherbergen. Die Planungen sehen einen Ersatzneubau vor, der durch einen Brückenbau mit dem Bestandsgebäude verbunden wird. Das Kulturdenkmal - ehemalige St.-Elisabeth-Kirche - wird in die Schulnutzung einbezogen. Verschiedene Nutzungsbereiche der Schule wie beispielsweise eine Mensa, Aula oder Räume für Ganztagsangebote sollen dort untergebracht werden.
Die neue 4-zügige Grundschule mit 16 festen Klassenräumen sowie zugehörigen Gruppen- und Differenzierungsräumen ist als Clusterschule konzipiert und kann im Bedarfsfall durch Umstrukturierung der vorhandenen Flächen auf eine 5-zügigkeit erweitert werden. Die Erweiterungsoption ist für die Zukunftsfähigkeit der Schule von Bedeutung, weil auch die Kinder aus dem Neubaugebiet Waidesgrund diesem Schulbezirk zugewiesen sind. Die Realisierung des neuen Schulcampus ermöglicht einen flexibel gestaltbaren Unterricht nach modernen Lernkonzepten.
Einbindung des Kulturdenkmals
Die Einbindung des Kulturdenkmals bietet zwar den Vorteil das Neubauvolumen zu reduzieren und das Gebäude einer nutzbringenden Verwendung zuzuführen, ist jedoch auch mit weiteren Herausforderungen verbunden. Insbesondere gilt es, die denkmalschutzrechtlichen Belange und deren Vereinbarkeit mit Nutzungsanforderungen abzustimmen, hinzu kommen die Anforderungen des Brandschutzes und der energetischen Standards.
Raum-im-Raum-Konzept
Das ehemalige Kirchengebäude wurde vor der Übergabe an die Stadt Fulda profaniert und alle sakralen Einrichtungsgegenstände und Einbauten durch die katholische Kirche entfernt. Im Zuge der Umbauarbeiten soll ein Raum-in-Raum Konzept realisiert werden. Zur Belichtung und Belüftung sollen zusätzliche Öffnungen eingebaut werden. Die Grundstruktur des Gebäudes inklusive des Glockenturms sowie die charakteristischen Merkmale bleiben aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten.
Ende 2027 in Blick
Nach Erteilung der Baugenehmigung konnten die Arbeiten am neuen Schulcampus im Frühjahr 2025 starten. Die Umsetzung des Neubaus sowie die Sanierung des Kulturdenkmals erfolgen parallel. Gleichzeitig erfolgen die Tiefbauarbeiten zur Grundstückserschließung, die auch Maßnahmen zum Hochwasserschutz beinhalten. Trotz Problemen bei den Lieferketten (hauptsächlich aufgrund globalpolitischer Rahmenbedingung) und eingeschränkter Leistungsfähigkeit beauftragter Unternehmen wird weiterhin eine Inbetriebnahme der Gebäude Ende 2027 angestrebt.
Status quo vor Ort
Sowohl am Neubau als auch im Kirchengebäude laufen momentan noch die Rohbauarbeiten, an die sich sukzessive ab August 2026 die Errichtung des Holzbaus anschließen wird. Bis zur Fertigstellung des neuen Campus wird die Schule im Bestandsgebäude verbleiben. Für die Zeit nach dem Auszug der Cuno-Raabe-Schule aus dem Gebäude ist eine Nachfolgenutzung durch den Bildungscampus des Klinikums Fulda als Option in der Prüfung.
Die bislang veranschlagten Projektkosten in Höhe von 30 Millionen Euro wurden inzwischen fortgeschrieben und im Haushalt 2026 berücksichtigt. Gründe dafür sind eine notwendigen Betonsanierung am Glockenturm des Kultur-denkmals und eine denkmalgerechte Lamellenverkleidung der Fenster in der Kirchenfassade sowie die allgemeine Baupreisentwicklung. (mkr/pm) +++