421 Städte und Gemeinden in einem Jahr

Nach dem Abi quer durch Hessen: Hendrik Heim (19) mit roter Ape auf Tour

Hendrik Heim auf Hessentour: Hier mit den Burghaun Castle Pipes & Drums. Sein rotes Gefährt darf natürlich nicht fehlen.
Fotos: Hendrik Heim

29.07.2026 / REGION - Jede Menge Neugier im Gepäck: Hendrik Heim hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Innerhalb eines Jahres will er alle 421 Städte und Gemeinden in unserem Bundesland besuchen. Der gebürtige Idsteiner (südhessischer Rheingau-Taunus-Kreis) ist seit Anfang Juli auf "Hessentour" - mit seiner roten Piaggio Ape als treuem Begleiter. Gegenüber OSTHESSEN|NEWS erklärt er: "Ich bin zwar noch am Anfang meiner Reise, konnte aber schon jetzt viele spannende Begegnungen machen."



Der 19-Jährige hat vor vier Wochen sein Abitur gemacht. Statt direkt zu studieren, hat er sich für einen ganz anderen Weg entschieden. "Ich will Journalist werden", verrät er zunächst. Der Beruf sei für ihn einer der schönsten der Welt. "Es bedeutet, mit Menschen zu reden, verschiedene Perspektiven kennenzulernen und damit auch einen Beitrag für Demokratie und Gesellschaft zu leisten." Genau das macht er mit seinem Projekt erlebbar. Passend zum 80-jährigen Landesjubiläum Hessens will er besondere Orte entdecken, Geschichten erzählen, die das Land so lebendig machen. Schirmherr seiner Tour ist Ministerpräsident Boris Rhein.

Bis zum Hessentag 2027 in seiner Heimatstadt Idstein wird er mit seinem kompakten Fahrzeug unterwegs sein. Unterstützt wird er bei seinem Vorhaben von mehreren Medienpartnern. So berichtet Heim für die Frankfurter Rundschau als Kolumnist alle zwei Wochen von seinen Erlebnissen. Für Radio Frankfurt produziert er dreimal pro Woche Beiträge. Hinzu kommt der monatliche Podcast "Heimat. Hessen. Hendrik", der gemeinsam mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung entsteht.

Ein breiter Einblick in die Gesellschaft

Sein Tagesprogramm ist immer dicht getaktet: Meistens stehen zwei bis drei Termine an. Die Themen können dabei kaum unterschiedlicher sein. Heim spricht etwa mit Bestattern, Hospizbegleiterinnen und Berufsclowns. Auch Wochenmärkten stattet er einen Besuch ab. Seine allererste Station führte ihn nach Diemelstadt (Nordhessen) - in ein Trainingscamp für straffällige Jugendliche.

Hendrik Heim blickt voraus: "Es wird eine unglaublich lehrreiche Zeit"

Bei all seinen Erkundungen darf natürlich der Landkreis Fulda auf seiner Route nicht fehlen. Auf seiner Liste arbeitet er auch hier derzeit verschiedene Punkte ab. So schaute er bereits bei einem Wanderschäfer in Eiterfeld vorbei und beim schottischen Musikverein Castles Pipes in Burghaun. Eindrücke sammelt er in den kommenden Tagen noch von der Gedenkstätte Point Alpha oder beispielsweise einer Bonbonmanufaktur in der Rhön. "Die einzelnen Punkte sind im Voraus soweit durchgeplant, Einzelheiten kläre ich immer kurz vorher."

Die Domstadt Fulda selbst nimmt er ebenfalls unter die Lupe - einige Stationen sind die Antonius-Stiftung sowie das Repair-Café. "Ich bin überzeugt, dass die Hessentour für mich unglaublich lehrreich sein wird - und mehr über die Lebensrealitäten zeigen wird, als es jeder Hörsaal vermitteln könnte." (Maria Franco) +++

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