Bundesweite Aktion

Mahnwache gegen Tierquälerei auf dem Uniplatz

Mahnwache am Samstag gegen Tierquälerei auf dem Uniplatz in Fulda
Fotos: Anna Weißberger

25.07.2026 / FULDA - "Härtere Strafen für Tierquäler" - diese Forderung stand im Mittelpunkt eines bundesweiten Aktionstages am Samstag. Auch der Tierschutzverein Fulda beteiligte sich an dieser Aktion und organisierte eine Mahnwache auf dem Uniplatz in der Innenstadt. Das Ziel: Ein Zeichen gegen Misshandlung setzen und Menschen für das Thema sensibilisieren.



Der Auslöser für den bundesweiten Aktionstag war unter anderem der grausame Tod von Hündin Jette: Die Šarplaninac-Mix-Hündin wurde im vergangenen Jahr von ihren Besitzern vergiftet und schließlich auf qualvolle Weise getötet. Der Fall erregte bundesweit Aufsehen, weil die Beschuldigten die Tat selbst filmten und in den sozialen Netzwerken veröffentlichten.

Sensibilisieren und aufklären

Mit der Mahnwache will der Tierschutzverein Fulda aber nicht nur an die Opfer solcher Misshandlungen erinnern. "Uns geht es darum, die Menschen zu sensibilisieren. Sie sollen den Mut haben einzugreifen, denn sonst ändert sich nicht", erklärte Mitorganisatorin Heike Schüßler-Kuschke, "Auch die Strafen für Täter müssen höher sein."

Keine Konsequenzen für Täter

Grundlage für die Bestrafung von Tierquälerei ist Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes. Auch wenn darin festgeschrieben ist, dass Tierquäler eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren droht, sehe die Realität anders aus, wie Schüßler-Kuschke weiß: "Wenn es überhaupt mal vor Gericht kommt, gibt es nur eine Ermahnung und eine kleine Geldstrafe und das war´s. Es muss aber endlich amtlich sein, dass Tiere keine Sache sind, sondern Lebewesen, die Gefühle haben und die uns Menschen vor allem vertrauen."

Um diese Ziel zu erreichen, wurde eine Petition ins Leben gerufen, die online schon über 20.000 Unterschriften sammeln konnte. Ob die Petition politische Folgen haben wird, bleibt abzuwarten. Für den Tierschutzverein Fulda steht aber fest: Sie werden weiter kämpfen - für mehr Tierwohl und gegen die Misshandlung. (Anna Weißenberger) +++

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