Kunst als Zeichen der Verbundenheit

Jens Rausch schenkt dem Burgmuseum Schlitz ein bedeutendes Werk

Der Künstler Jens Rausch beschenkt das Burgmuseum Schlitz. Christel Theiler-Hedtrich vom Burgmuseum freut sich über die Schenkung.
Fotos: Burgenstadt Schlitz

23.07.2026 / SCHLITZ - Das Burgmuseum Schlitz hat einen besonderen Neuzugang erhalten: Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Burgmuseums hat der international anerkannte Schlitzer Künstler Jens Rausch dem Museum und der Stadt ein Werk aus seiner renommierten Forstserie als Schenkung überlassen. Mit großer Freude nahmen die Museumsmitarbeiterinnen und Bürgermeister Heiko Siemon das Kunstwerk im Rahmen einer feierlichen Bildübergabe entgegen.



Die Schenkung bereichert nicht nur die Sammlung des Museums, sondern setzt zugleich ein sichtbares Zeichen für die enge Verbundenheit zwischen Kunst, Heimat und Gemeinschaft. Nach einer sehr erfolgreichen Zeit in Hamburg kehrte Jens Rausch vor zwei Jahren in seine Heimat, das Schlitzerland, zurück. Mit einer viel beachteten Einzelausstellung eröffnete er damals die Burgengalerie im Hahnekiez und knüpfte damit bewusst an seine Schlitzer Wurzeln an. Heute zählt der Künstler zu den renommiertesten Positionen der zeitgenössischen Kunst und ist mit seinen Arbeiten weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.

Seine Werke entstehen zumeist aus außergewöhnlichen Materialien, mit denen er natürliche Prozesse künstlerisch sichtbar werden lässt: Asche, Erden, Kalk und weitere natürliche Werkstoffe werden zu eindrucksvollen Bildwelten verdichtet, deren Oberflächen und Strukturen Natur nicht nur darstellen, sondern nahezu begreifbar machen. Besonders seine Wald- und Forstarbeiten gelten dabei als unverwechselbares Markenzeichen seines Schaffens. Für das Burgmuseum wählte Jens Rausch bewusst ein Werk aus dieser Werkgruppe. Es steht in besonderer Weise für seine Verbundenheit zu Schlitz. Die Asche, aus der seine Wälder entstehen, stammt vielfach von Schlitzer Bürgerinnen und Bürgern, die sie für den Künstler sammeln, aufbewahren oder an seinem Atelier an der Burg bereitstellen.

Als Bildträger verwendet Rausch traditionell hochwertiges Schlitzer Leinen. So verbinden sich regionale Materialien, gemeinschaftliches Handeln und künstlerische Handschrift zu einem Werk, das weit über seine ästhetische Wirkung
hinausweist. "Mit dieser Schenkung möchte ich etwas Bleibendes an alle SchlitzerInnen zurückgeben und meinen Dank für den außergewöhnlichen Zusammenhalt ausdrücken, den ich in Schlitz immer wieder erlebe."

Auch im Burgmuseum wird die Schenkung als bedeutende Bereicherung verstanden. "Ein Werk von Jens Rausch dauerhaft in unserer Sammlung zu wissen, erfüllt uns mit großer Freude", betonen die Mitarbeiterinnen des Museums. "Es verbindet zeitgenössische Kunst mit der Geschichte unserer Stadt und erzählt zugleich von den Menschen, die diese Region prägen." "Erstmalig wird das Museum ein aktuelles Gemälde ausstellen. Wir freuen uns, dass ein
Schlitzer Künstler seine Gegenwart verewigt hat und in weiteren 100 Jahren, zum 200. Geburtstag, die Bürger und Besucher auf die jetzige Zeit schauen können" so Bürgermeister Heiko Siemon.

Bevor das Werk jedoch seinen endgültigen Platz im Burgmuseum einnimmt, wird es zunächst bereits als Leihgabe Teil einer bedeutenden Ausstellung sein. Anfang August präsentiert Jens Rausch auf Schloss Fasanerie seine neueste Einzelausstellung "NATUR. STRUKTUR. SPUR". Auf zwei Etagen werden dort seine neuesten Arbeiten in einen spannungsreichen Dialog zwischen Natur, Material und künstlerischer Spurensuche gestellt. Nach dieser Ausstellung kehrt das Werk dann Mitte Oktober nach Schlitz zurück und wird künftig dauerhaft im Burgmuseum zu sehen sein – als sichtbares Zeichen einer besonderen Verbindung zwischen Künstler, der Stadt Schlitz und ihren Menschen.

Informationen zur Ausstellung "NATUR. STRUKTUR. SPUR", zum Begleitprogramm sowie zu den Künstlergesprächen sind unter www.schloss-fasanerie.de/museum/ausstellung-jens-rausch/ erhältlich. (jk/pm) +++

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