Deutschland trinkt weniger
Bierkonsum weltweit rückläufig: Brauereien spüren verändertes Trinkverhalten
Fotos: O|N Archiv
25.07.2026 / FULDA -
Die Welt trinkt weniger Bier. Auch in Deutschland, einem der größten Hopfenanbaugebiete der Welt. Wo vor wenigen Jahrzehnten der Pro-Kopf-Verbrauch bei über 100 Litern pro Jahr lag, liegt er heute bei 84 Litern. Alkoholfreie oder -arme Getränke werden dafür immer gefragter.
Deutschland ist Biertrinkerland, bekannt für die besten Brauereien weltweit. In den letzten Jahren zeichnet sich allerdings ein Trend ab, der für viele traditionsreiche Brauereien zum Problem werden könnte.
Aber auch die älter werdende Bevölkerung ist ein Grund für den Rückgang. So müssen viele Ältere auf das Feierabendbierchen verzichten, da sich Medikamente oft nicht mit Alkohol vertragen. Das macht sich branchenweit bemerkbar, ergänzt Klesper.
Brauereisterben in Deutschland?
Viele kleinere Brauereien schaffen es nicht, den sinkenden Bierbedarf der Deutschen zu überleben. Einige müssen Insolvenz anmelden, andere, wie beispielsweise die Brauerei Hütt aus der Nähe von Kassel,werden stillgelegt, weil sich kein Nachfolger fand.Darum muss sich die Hochstift in Fulda glücklicherweise keine Sorgen machen. Der Hessentag sorgte für reichlich Auslastung der Braukessel. 600 Hektoliter flossen durch durstige Kehlen. Auch in vielen Fuldaer Kneipen wird der regionale Gerstensaft ausgeschenkt. Meist kann man hier auch die alkoholfreien Alternativen wählen. Sei es das klassische Hochstift, Will-Bräu Helles, Weizen oder Pilgerstöffchen - alles mittlerweile auch ohne Umdrehungen. (fw) +++