Seit 30 Jahren vor Ort
13,5-Millionen-Euro-Investition: OSL baut "Zentral-HUB" massiv aus
Fotos: Moritz Bindewald
23.07.2026 / SCHLITZ -
Die Stückgutkooperation Online Systemlogistik (OSL) erweitert ihren "Zentral-HUB" im osthessischen Schlitz (Vogelsbergkreis). Für 13,5 Millionen Euro entstehen dort in den kommenden Jahren fast 4.000 Quadratmeter zusätzliche Umschlagsfläche, 42 neue Tore und ein E-Ladepark für Lkw.
OSL ist ein Verbund selbstständiger Speditionen, die gemeinsam deutschlandweit sogenanntes Stückgut transportieren – Warensendungen, die größer sind als ein Paket, aber kleiner als eine ganze Lkw-Ladung, etwa Paletten mit Möbeln, Maschinenteilen oder Handelsware. Jeder Partner sammelt tagsüber Sendungen aus seiner Region ein und bringt sie nachts zum zentralen Umschlagpunkt, dem HUB in Schlitz. Dort werden alle Sendungen neu sortiert und auf Lkw in Richtung der jeweiligen Zielregionen verteilt, sodass sie noch in derselben Nacht weiterfahren und am nächsten Tag beim Partner vor Ort ausgeliefert werden können.
Geschäftsführerin: Kapazitätsgrenzen erreicht
OSL-Geschäftsführerin Petra Welling sprach von einer "glücklichen Fügung", die es dem Unternehmen ermögliche, am bewährten Standort in der Mitte Deutschlands zu wachsen. Die zusätzliche Fläche schaffe die Voraussetzung, weitere Partner in den Verbund aufzunehmen.E-Ladepark mit Batteriespeicher und Photovoltaik
Parallel zur baulichen Erweiterung plant OSL einen E-Ladepark für Elektro-Lkw am Standort. Berechnungen des Unternehmens zufolge werden 18 Ladepunkte benötigt, für die eine Anschlussleistung von mindestens einem Megawatt exklusiv zur Verfügung stehen soll. Damit ließen sich rechnerisch bis zu 128 Lkw pro Tag laden. Die Steuerung der Ladevorgänge soll über eine flexible Software erfolgen, die den jeweiligen Bedarf ermittelt.Die Planungen für die Ladeinfrastruktur sollen voraussichtlich im Herbst 2026 abgeschlossen sein, der E-Ladepark selbst 2028 in Betrieb gehen. Für die Übergangszeit können OSL-Partner ihre E-Lkw an nahegelegenen Autohöfen an der A7 laden: Fahrzeuge aus dem Süden am Autohof Fulda Nord, aus dem Norden am Autohof Niederaula – beide liegen rund 16 Kilometer vom Zentral-HUB in Schlitz entfernt. (mmb) +++