519 Radsportler dabei

Rekordbeteiligung beim 7. Socialride zur Tour der Hoffnung

519 Radsportlerinnen und Radsportler legten gemeinsam 155.260 Kilometer zurück.
Fotos: Tour der Hoffnung e.V.

18.07.2026 / GIEßEN - "Der Zuspruch, den wir mit dieser Aktion erreicht haben, ist grandios." Mit diesen Worten zieht Organisator Wolfgang Rinn Bilanz des 7. Socialrides zur Tour der Hoffnung. Seit dem Start am 4. Juli hat die Benefizaktion alle bisherigen Rekorde gebrochen: 519 Radsportlerinnen und Radsportler legten gemeinsam 155.260 Kilometer zurück – das entspricht fast vier Erdumrundungen.



Die Idee zum Socialride entstand während der Corona-Pandemie. Seitdem können Radfahrerinnen und Radfahrer innerhalb von neun Tagen allein oder im Team mindestens 333 Kilometer zurücklegen und für jeden gefahrenen Kilometer freiwillig zehn Cent an die Tour der Hoffnung zugunsten krebskranker Kinder und Jugendlicher spenden.

"Der Socialride erreicht bundesweit eine Rad-Community, die sich ohne Zögern der guten Sache angeschlossen hat und nachhaltig vom Tour-Virus infiziert worden ist", sagt Wolfgang Rinn, der zugleich Zweiter Vorsitzender des Vereins Tour der Hoffnung ist. "Wer einmal dabei war, wird dieses Virus nicht mehr los."

Die 44. Tour der Hoffnung findet vom 6. bis 8. August statt. Sie führt rund um Gießen sowie an zwei Tagen durch Sachsen-Anhalt und Sachsen. Die Teilnehmerzahl ist aus organisatorischen Gründen auf rund 150 Radlerinnen und Radler begrenzt.

Beeindruckende Zahlen

Bereits in der Nacht zum Montag wurde beim Socialride Kassensturz gemacht. Insgesamt wurden 2.002 Einzeltouren unterschiedlichster Länge gemeldet. Frauen legten zusammen 38.654 Kilometer zurück, Männer 116.606 Kilometer. Die meisten Kilometer sammelten Angela Bacher aus Landshut mit 686 Kilometern sowie Martin Binder aus München mit 1.883 Kilometern. Das stärkste Team stellte die DAK-Gesundheit mit insgesamt 8.792 Kilometern. Auch hinter den Kulissen war der Aufwand groß: Rund 4.800 E-Mails wurden während der neun Aktionstage an die Teilnehmenden verschickt.

Spendenergebnis folgt im August

Die Auswertung der Spendensumme läuft derzeit noch. Das endgültige Ergebnis wird am Samstag, 8. August, im Rahmen der 44. Tour der Hoffnung gemeinsam mit dem Premiumpartner Škoda Deutschland bekannt gegeben. Im vergangenen Jahr kamen beim Socialride 54.001 Euro zusammen. Insgesamt wurden mit den bisherigen sechs Veranstaltungen bereits rund 188.000 Euro für den guten Zweck gesammelt.

Gemeinsame Ausfahrt und Spenden zum Abschluss

Den Abschluss bildete am Samstag eine gemeinsame Ausfahrt mit rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. In drei Gruppen wurden Strecken zwischen 35 und 55 Kilometern absolviert. Viele trugen dabei das grüne Trikot der Tour der Hoffnung. Die Route führte von Gießen über Pohlheim, Reiskirchen und Lich zurück zur Möbelstadt Sommerlad im Schiffenberger Tal.

Dort hatte das Unternehmen als langjähriger Partner der Tour der Hoffnung ein Abschlussfest organisiert. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Sängerin Ingi Fett.

7.500 Euro als erster Grundstock

Höhepunkt der Veranstaltung waren mehrere Scheckübergaben. Petra Behle, Schirmherrin der Tour der Hoffnung, sowie die beiden Vorstandsmitglieder Dr. Mathias Rinn und Wolfgang Rinn nahmen von Frank Sommerlad eine Spende der Möbelstadt Sommerlad über 5.000 Euro entgegen. Zudem überreichten "Der Gastropate" und die "Schiffenberger Talstation" einen Scheck über 1.500 Euro. Weitere 1.000 Euro spendete Robert Balser.

Damit ist bereits ein Grundstock von 7.500 Euro für den Spendenerlös des 7. Socialrides gelegt. "Jetzt dürfen wir gespannt sein, welches Gesamtergebnis am Ende zusammenkommt", sagt Wolfgang Rinn. (js/pm)+++



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