Auf der Milseburg

Sparkasse fördert Notfallrucksäcke: Zuverlässige Hilfe in unwegsamem Gelände

Am Gipfel der Milseburg überreichte Horst Habermehl (2.v.l.) den Bergwacht-Aktiven eine Spende von 1.500 Euro zur Anschaffung neuer Notfallrucksäcke. Es freuten sich (v.l.n.r.): Benedikt Weber, Jens Follenius, Julian Heil, Sebastian Mihm (Bereitschaftsleiter), Tobias Heil, Rabea Böhm
Fotos: Sparkasse Fulda

17.07.2026 / HOFBIEBER - Wer im Ernstfall abseits von Straßen und Wegen helfen will, muss dafür nicht nur ausgebildet, sondern auch professionell ausgerüstet sein. Das gilt in der Rhön vor allem für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bergwacht. Am Gipfel der Milseburg trafen sie sich mit Horst Habermehl, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Fulda.



Für die Anschaffung dreier neuer Notfallrucksäcke hatte er eine Spende in Höhe von 1.500 Euro "im Gepäck". Bei bester Sicht auf das Einsatzgebiet der Bergwacht überreichte er sie an das Vorstandsteam des Fördervereins.

Anerkennung für die Rettungskräfte

Die Förderung, so Habermehl, sei auch ein Dankeschön für das leise, aber immer zuverlässige Engagement der Bergwacht. "Die Rhön kann sich glücklich schätzen, auf die Bergwacht zurückgreifen zu können, wenn es zu Unfällen und Verletzungen im Gelände kommt." Hier sei schnelle und effiziente Hilfe eine besondere Herausforderung. Julian Heil, Kassenwart des Fördervereins, berichtete von etwa 11.000 Arbeitsstunden, die die Freiwilligen der Bergwacht-Bereitschaft Wasserkuppe jährlich unbezahlt einbringen. Nicht selten erforderten die Einsätze große Erfahrung und Umsicht. Das gelte vor allem für Kletterunfälle an der Steinwand und unfreiwillige Gleitschirmflieger-Landungen in den Baumwipfeln rund um den höchsten Berg Hessens.

Die Bergwacht Hessen ist seit Ende der 1950er-Jahre als Fachdienst in das Deutsche Rote Kreuz integriert. Kurze Zeit später wurde die Bereitschaft Wasserkuppe ins Leben gerufen. Sie quartierte sich zunächst im Poppenhausener Ortsteil Sieblos ein, ehe sie im Jahr 1970 direkt auf die Wasserkuppe umzog. In den Anfangsjahren halfen die Bergwachtler vor allem verunglückten Skifahrern auf der "Märchenwiese". Heute ist das Spektrum wesentlich größer. Kletterer und Mountainbiker rufen die Bergwacht ebenso zur Hilfe wie Paraglider, Snowboard-Fahrer und Skilangläufer.

Im vergangenen Jahr summierte sich das auf fast 80 Einsätze. Den Dienst auf der Wasserkuppe teilen sich derzeit 17 aktive Einsatzkräfte und drei Notärzte. Sie sind alle ehrenamtlich tätig. Die Bereitschaft ist im Sommer an Wochenenden und an Feiertagen besetzt, im Winter während des Skibetriebs an der Wasserkuppe täglich.

Die Sparkasse Fulda hat die Bergwacht-Bereitschaft in der Rhön während der vergangenen Jahre mehrfach unterstützt, so bei der Anschaffung eines Spezialeinsatzfahrzeugs mit Allradantrieb oder bei der Beseitigung eines Wasserschadens in der Rettungswache auf der Wasserkuppe. (pg/pm) +++

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