Im Netzgebiet der RhönEnergie
Mehr als die Hälfte des Stroms ist grün: Rund 4.350 neue Photovoltaikanlagen
Fotos: RhönEnergie
17.07.2026 / FULDA -
Die Energiewende im Netzgebiet der RhönEnergie Gruppe kommt immer weiter voran. Bereits im dritten Jahr in Folge stammte rechnerisch mehr als die Hälfte des in das Stromnetz eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig setzte sich der Boom bei Photovoltaikanlagen fort: Allein im vergangenen Jahr kamen rund 4.350 neue Anlagen hinzu – ein Zuwachs von fast 20 Prozent.
Im Netzgebiet der RhönEnergie Gruppe, das Kommunen aus den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Main-Kinzig, Main-Spessart sowie dem Wartburgkreis umfasst, lag der Anteil erneuerbarer Energien am Strom im Netz im vergangenen Jahr bei 55,7 Prozent. Damit wurde das sehr hohe Niveau des Vorjahres nahezu gehalten: 2024 hatte der Anteil bei 56,9 Prozent gelegen. Hauptgrund für den leichten Rückgang war, dass die Windenergieanlagen aufgrund der Witterung etwas weniger Strom erzeugten als im Vorjahr.
Insgesamt speisten die Erzeuger erneuerbarer Energien – darunter Photovoltaik-, Wind-, Wasser- und Biomasseanlagen – rund 605 Millionen Kilowattstunden Strom in das Netz der RhönEnergie-Netzgesellschaft OsthessenNetz ein. Dem standen 1,09 Milliarden Kilowattstunden Stromverbrauch gegenüber. Daraus ergibt sich ein Anteil erneuerbarer Energien von 55,7 Prozent. Das entspricht fast genau dem bundesweiten Wert von 55,8 Prozent.
Anteil tatsächlich sogar noch höher
Hier war die Entwicklung besonders stark
In einigen Kommunen wurde sogar mehr erneuerbarer Strom erzeugt, als dort insgesamt verbraucht wurde. In Eiterfeld lag der Selbstversorgungsgrad bei 437 Prozent, in Burghaun bei 207 Prozent und in Hosenfeld bei 110 Prozent – vor allem dank des großen Biomassekraftwerks in Hainzell. Rasdorf erreichte 141 Prozent. Hofbieber kam mit knapp 100 Prozent nahezu auf eine vollständige Versorgung aus erneuerbaren Energien."Auf dem Weg zu dem Ziel, immer weniger CO₂ zu produzieren, ist das eine gute Entwicklung", sagt Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe. "Unsere Netzgesellschaft OsthessenNetz schafft die Voraussetzungen dafür, dass immer mehr Anlagen für erneuerbare Energien an das Stromnetz angeschlossen werden können. Sie sorgt dafür, dass der erzeugte Strom sicher ins Netz eingespeist und zuverlässig verteilt wird."
Die RhönEnergie-Gruppe will den Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent vorantreiben. Bis 2030 investiert sie mehr als 360 Millionen Euro – rund 100 Millionen Euro in eigene Wind- und Solarparks sowie deutlich mehr als 100 Millionen Euro in den Ausbau ihrer Stromnetze. Denn nur leistungsfähige Netze können die stetig wachsenden Mengen erneuerbarer Energie aufnehmen und zuverlässig zu den Verbrauchern transportieren. (pg/pm) +++