Ermittlungen dauern an

Eifersucht und Besitzdenken: Ehemann nach Tötung seiner Frau in Haft

Tödliche Machetenattacke in Kelkheim: Tatverdächtiger Ehemann in Untersuchungshaft
Archivfotos: 5VISION.NEWS

15.07.2026 / KELKHEIM - Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt wegen eines Tötungsdelikts gegen einen 60-jährigen kroatischen Staatsangehörigen. Dem Mann wird vorgeworfen, seine 58-jährige Ehefrau, die ebenfalls die kroatische Staatsangehörigkeit besaß, getötet zu haben.



Nach den bisherigen Ermittlungen soll der Beschuldigte seiner Ehefrau am Abend des 14. Juli 2026 mit einer Machete mindestens 30 abgrenzbare Stich- und Schnittverletzungen im Bereich des Kopfes, Halses, Nackens und Oberkörpers zugefügt haben.

Tat in der Kelkheimer Innenstadt

Die Tat ereignete sich gegen 21 Uhr in der Nähe des Kelkheimer Marktplatzes. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft geschah das Geschehen in Anwesenheit zahlreicher Zeugen. Für die 58-Jährige kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch am Tatort.

Das Ehepaar war seit 1991 verheiratet, lebte jedoch seit etwa drei Jahren getrennt. Die spätere Getötete hatte den Beschuldigten zwischenzeitlich wieder in die gemeinsame Wohnung aufgenommen. Zu einer dauerhaften Versöhnung kam es laut Ermittlern jedoch nicht. Bereits im August 2025 hatte die Frau den Wunsch geäußert, sich scheiden zu lassen. Dies soll der Beschuldigte nicht akzeptiert haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft drohte er wiederholt, seine Ehefrau im Falle einer Scheidung zu töten.

Hilfsangebote abgelehnt

Die Polizei hatte der Frau Hilfsangebote unterbreitet. Diese lehnte sie jedoch ab. Nach Erkenntnissen der Ermittler ging sie davon aus, dass ihr Ehemann ihr nichts antun werde, da er sie noch liebe.

Die Staatsanwaltschaft geht derzeit davon aus, dass der Beschuldigte am Abend des 14. Juli 2026 den Entschluss fasste, seine Ehefrau zu töten. Als Motiv werden ein übersteigertes Besitzdenken sowie Eifersucht genannt. Der Mann soll angenommen haben, dass seine Ehefrau ihm untreu sei.

Der Tatverdächtige wurde am 15. Juli 2026 einer Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Frankfurt am Main vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Gericht einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes aus niedrigen Beweggründen. Die weiteren Ermittlungen dauern an. (js/pm)+++



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