Elf Keller unter Wasser

Innerhalb weniger Minuten: Starkregen löst zahlreiche Einsätze aus

Wassermassen und Schlamm: Heftiges Unwetter fordert Großeinsatz.
Fotos: Ben Kiesel

15.07.2026 / BAD KISSINGEN - Die Stadt Bad Kissingen ist auf Starkregenereignisse gut vorbereitet und hat die Risiken im Blick. Wie das Beispiel Rasenweg im Stadtteil Hausen zeigt, greifen getroffene Vorsorgemaßnahmen. Dennoch gilt: Ein Starkregenereignis, bei dem auch Schäden entstehen, lässt sich selbst bei guter Vorbereitung nie vollständig ausschließen.



Ein heftiges Starkregenereignis am Dienstagabend hat insbesondere den Ortsteil Kleinbrach stark getroffen. Innerhalb kurzer Zeit liefen dort elf Keller mit Wasser voll, zudem musste ein umgestürzter Baum beseitigt werden. Nach aktuellem Stand kam es außerdem zu einem Geröllabgang vom Friedhof in Richtung Kleinbracher Straße.

Über 50 Helfer circa drei Stunden im Einsatz

Die erste Alarmierung erfolgte um 17.45 Uhr, die Einsatzkräfte waren rund drei Stunden im Einsatz. Vor Ort waren die Feuerwehren aus Kleinbrach, Hausen und Bad Kissingen sowie Mitarbeitende des Service- und Abwasserbetriebs der Stadt Bad Kissingen. Insgesamt waren circa 45 Feuerwehrleute und 12 Mitarbeitende der Stadt im Einsatz, außerdem war Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel vor Ort und hat sich gemeinsam mit den Einsatzkräften ein Bild der Lage gemacht.

Zusammen mit den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern wurden Straßen von Schlamm und Geröll befreit sowie Kanäle gereinigt, um weitere Schäden möglichst zu verhindern. Positiv hervorzuheben ist, dass die vorsorglichen Baumaßnahmen am Rasenweg im Stadtteil Hausen gegriffen haben: Dort konnten Überflutungen durch die umgesetzten Maßnahmen erfolgreich verhindert werden.

Prüfung und gegebenenfalls Optimierung der Situation in Kleinbrach

Das Zentrum der Starkregenzelle lag über Kleinbrach. Auch dort waren bereits im Vorfeld Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt worden, unter anderem Rinnen oberhalb des Friedhofs, die in der Vergangenheit ihren Zweck erfüllt haben, bei der außergewöhnlichen Stärke des aktuellen Ereignisses aber nicht ausreichten. Im Nachgang werden diese Maßnahmen nun geprüft und bei Bedarf weiter optimiert. Umso wichtiger war es, dass Feuerwehr und Stadtmitarbeitende sofort vor Ort waren und unter anderem Schmutzfangkörbe, Einläufe und weitere Anlagen gereinigt haben, damit das Wasser schnell wieder abfließen konnte.

Auch in anderen Stadtteilen kam es infolge des Unwetters zu Einsätzen: In Hausen mussten drei vollgelaufene Keller ausgepumpt werden, im Stadtgebiet Bad Kissingen wurden vier weitere wetterbedingte Einsätze abgearbeitet. Die Einsatzleitung lag jeweils bei den örtlichen Kommandanten, sämtliche Einsätze wurden von der Feuerwache Bad Kissingen aus koordiniert.

Derzeit laufen Aufräum- und Wiederherstellungsmaßnahmen

Am Mittwoch, dem Tag danach, laufen weiterhin Aufräum- und Wiederherstellungsarbeiten, unter anderem am Rasenweg sowie im Bereich Friedhof/Kleinbracher Straße, damit die Hochwasserschutzmaßnahmen auch bei künftigen Ereignissen wieder voll greifen.

Die Stadt Bad Kissingen dankt allen Einsatzkräften der Feuerwehren, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Service- und Abwasserbetriebs sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern für die engagierte Zusammenarbeit und den tatkräftigen Einsatz bei der Bewältigung der Folgen des Unwetters. (js/pm)+++

Elf Keller unter Wasser: Unwetter hält Einsatzkräfte in Atem.\r\n

Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel (links) im Gespräch mit den Einsatzkräften in Kleinbrach.

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