Razzien in Fulda und Schlitz
Verdacht auf Erotik-Abzocke: Tatverdächtiger stirbt im Laufe der Ermittlung
Symbolbild: O|N
15.07.2026 / REGION -
Kostenpflichtige Telefon-Erotik-Dienste, undurchsichtige Firmenkonstruktionen und unberechtigte Forderungen: Wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Leistungsbetruges hat die osthessische Kriminalpolizei Wohnungen in Fulda und Schlitz (Vogelsbergkreis) durchsucht. Zwei Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen.
Die Einsatzkräfte vollstreckten am vergangenen Mittwoch (08.07.) Durchsuchungsbeschlüsse an den Wohnanschriften zweier Tatverdächtiger. Die Beschlüsse waren von der Staatsanwaltschaft Fulda erwirkt und vom Amtsgericht Fulda erlassen worden.
Ermittlungen gemeinsam mit tschechischen Behörden
Den Maßnahmen waren umfangreiche Ermittlungen der Fuldaer Kriminalpolizei vorausgegangen. Dabei arbeiteten die Beamten auch mit tschechischen Behörden zusammen. Im Mittelpunkt steht der Verdacht des gewerbsmäßigen Leistungsbetruges.Forderungen über Firmenkonstruktionen gestellt
Im weiteren Verlauf sollen die Tatverdächtigen unberechtigte Forderungen gestellt haben. Dafür nutzten sie nach Angaben der Ermittlungsbehörden eigens eingerichtete Firmenkonstruktionen, die sich teilweise im Ausland befanden. Die angeblichen Ansprüche seien unter anderem durch Inkassoschreiben geltend gemacht worden. Auf diese Weise sollten die Betroffenen zur Zahlung bewegt werden.Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß
Während des Einsatzes nahmen die Ermittler zwei Tatverdächtige im Alter von 55 und 58 Jahren fest. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide wieder entlassen. Ein weiterer Tatverdächtiger ist nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei im Laufe des Ermittlungsverfahrens verstorben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Fulda und des Polizeipräsidiums Osthessen dauern an. (pm/Constantin von Butler) +++