POLIZEIREPORT
Äußerste Vorsicht: Falsche Polizeibeamte sind wieder unterwegs!
Symbolbild: O|N
15.07.2026 / KREIS FULDA -
Kennzeichenschilder entwendet
FULDA. Am Dienstag (14.07.), zwischen 6.45 Uhr und 13 Uhr, entwendeten Unbekannte das vordere und hintere Kennzeichenschild "FD-J 2901", welche an einem weißen Fiat 500 angebracht waren. Das Fahrzeug war zum Tatzeitpunkt in der Wörthstraße abgestellt.
Zwischen Montag (13.07.), 19 Uhr, und Dienstag (14.07.), 9.20 Uhr, entwendeten Unbekannte das vordere und hintere Kennzeichenschild "FD-JM 386", welche an einem schwarzen VW Golf angebracht waren. Das Fahrzeug war zum Tatzeitpunkt auf an der Domdechanei abgestellt.
Falsche Polizeibeamte - Zeugenaufruf
Die Frau erhielt im Laufe des Tages einen Anruf von einer weiblichen Person, die vorgaugelte ihre Mutter zu sein. Im weiteren Verlauf übernahm eine weitere weibliche Person, die sich als Polizistin ausgab, das Gespräch und gab an, dass ihre Mutter ein Kind angefahren habe und nun eine Kaution bezahlen müsse. Die Frau schenkte den Anrufern Glauben und übergab Schmuck im Wert mehrerer tausend Euro an einen unbekannten Abholer.
Gegen 12.15 Uhr überließ sie den Schmuck in der Königstraße einem Mann, der wie folgt beschrieben werden kann: männlich, etwa 20 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß, dunkle über die Ohren gehende Haare, blaues kurzärmliges Hemd, normale Statur, ungepflegtes Erscheinungsbild.
Nun bittet die Kriminalpolizei Fulda um Zeugenhinweise aus der Bevölkerung. Wer hat im Tatzeitraum im Bereich der Königstraße sowie den dort umliegenden Straßen verdächtige Beobachtungen - gegebenenfalls zu auffällig telefonierenden Personen oder wartenden Fahrzeugen gemacht? Hinweise bitte an das Polizeipräsidium Osthessen unter Telefon 0661/105-0, jede andere Polizeidienststelle oder über die Onlinewache unter www.polizei.hessen.de melden.
Es kann Jeden treffen
Wer glaubt, das hätte ihm definitiv nicht passieren können, der hat weit gefehlt: Das Vorgehen der Täterinnen und Täter - das zeigt die kriminalistische Erfahrung - ist besonders perfide, überaus gut geschauspielert und vorbereitet und passt oft auf die Lebenssituation der Angerufenen oder wird dieser angepasst.
Bei der Masche der sogenannten "Falschen Polizeibeamten" ruft meist eine Rufnummer mit örtlicher Vorwahl, manchmal sogar dem ersten Anschein nach die 110, an und der Anrufer stellt sich als Polizeibeamter einer örtlichen Dienststelle vor. Unmöglich, denn der Notruf kann nur angerufen werden und nicht raus telefonieren. Mittels sogenanntem "Call-ID-Spoofing" können Betrüger jedoch tatsächlich jede frei gewählte Rufnummer auf dem Telefondisplay ihrer Opfer anzeigen lassen. Erste Zweifel an der Identität des betrügerischen Anrufers werden so bereits ausgeräumt.
Was die Betrüger dann von sich geben, löst bei Angerufenen oftmals große Sorge aus: Einbrecher seien in der Nachbarschaft des Angerufenen unterwegs. Die Polizei habe bereits einige der Täter festgenommen. Einer der Festgenommenen habe einen Zettel bei sich gehabt, auf dem die Adresse des späteren Opfers und dessen Vermögenswerte gestanden hätten. Nun sei die Polizei um die Sicherheit des Angerufenen und dessen Ersparnisse besorgt.
Im weiteren Gesprächsverlauf gehen die Betrüger äußerst geschickt vor und bringen ihre Opfer so dazu, Wertsachen zusammenzutragen und an vereinbarten Örtlichkeiten abzulegen oder zu übergeben. Den Opfern wird eindringlich suggeriert, dass man nur so für die Sicherheit ihres Ersparten sorgen könne und sie die Wertsachen in den kommenden Tagen auf der Polizeistation abholen könnten.
Es ist bei dieser Masche auch nicht auszuschließen, dass die Kriminellen ihre Opfer anweisen zur Bank zu fahren, um dort Bargeldbeträge abzuheben. Als Vorwand geben die Schwindler an, dass die vermeintlichen Einbrecher mit Bankangestellten zusammenarbeiten würden, um unbefugt und unbemerkt Gelder von Kundenkonten abzubuchen.
Sobald die Vermögenswerte greifbar und ein Ablage- oder Übergabeort vereinbart wurde, kommt ein Betrüger oder eine Betrügerin persönlich vorbei, um die Wertgegenstände abzuholen.
Ihre Polizei warnt:
Trickbetrug ist vielfältig.
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst
mit Namen vorstellt oder Polizeibeamter beziehungsweise Person
der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen.
- Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr
Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
- Rufen Sie die Polizei an.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte
Personen.
- Informierten Sie Angehörige, Verwandte und Bekannte über die
aktuelle Anrufwelle.