Austausch zur Lage
Innenminister Poseck im NATO-Hauptquartier: "Grundpfeiler unserer Sicherheit"
Foto: HMdI
15.07.2026 / BRÜSSEL - Hessens Innenminister Roman Poseck hat heute im Rahmen seiner Reise nach Brüssel das Hauptquartier der NATO besucht. Dort tauschte er sich mit dem Ständigen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO, Botschafter Dr. Detlef Wächter, über die sicherheitspolitische Lage in Europa, die Ergebnisse des NATO-Gipfels von Ankara sowie die Rolle der Länder bei der Stärkung der Verteidigungs- und Widerstandsfähigkeit aus. Der Besuch fand nur eine Woche nach dem Gipfeltreffen der 32 Bündnisstaaten in der türkischen Hauptstadt statt.
Klares Bekenntnis zur Ukraine
Ebenso wichtig ist das klare Bekenntnis zur weiteren Unterstützung der Ukraine, die ihre Freiheit und damit auch die Sicherheit Europas verteidigt. Sicherheit endet aber nicht an den Außengrenzen des Bündnisses und sie ist nicht allein eine Aufgabe der Streitkräfte. Zeitenwende bedeutet auch, unsere Gesellschaft insgesamt widerstandsfähiger zu machen. Als Land leisten wir dazu unseren Beitrag, vom Bevölkerungs- und Katastrophenschutz über den Schutz kritischer Infrastrukturen bis zur Abwehr von Cyberangriffen und Desinformation. Der Heimatschutz ist bei uns nicht zufällig Teil des Namens des Innenministeriums. Zivile und militärische Verteidigung greifen ineinander und die Länder sind dabei unverzichtbare Partner von Bund und Bündnis."Zwischen Bündnisverteidigung und ziviler Sicherheitsvorsorge
Im Gespräch mit Botschafter Dr. Wächter, der Deutschland seit August 2025 als Ständiger Vertreter bei der NATO vertritt, standen auch die Schnittstellen zwischen Bündnisverteidigung und ziviler Sicherheitsvorsorge im Mittelpunkt. Hessen nimmt hier eine aktive Rolle ein. Das Land hat seit Beginn des russischen Angriffskrieges rund 94.000 Menschen aufgenommen, die aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind. Das Hessen CyberCompetenceCenter beobachtet die Cybersicherheitslage im Kontext des Krieges gegen die Ukraine fortlaufend und analysiert sie gemeinsam mit den Partnereinrichtungen auf Landes- und Bundesebene. Darüber hinaus investiert Hessen kontinuierlich in den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz sowie in den Schutz kritischer Infrastrukturen. (pm/hhb) +++