Schwangerschaftskonfliktberatung

AfD fordert Ausschluss: Grüne-Kreisverband stellt sich hinter Pro Familia  

Marie-Louise Puls und Knut Heiland, die beiden Sprecher des grünen Kreisverbands Fulda
Foto: Walter Rammler, Bündnis 90/DIE GRÜNEN

13.07.2026 / FULDA - Die Bundestagsfraktion der AfD fordert, Pro Familia von der Schwangerschaftskonfliktberatung auszuschließen. Bündnis 90/Die Grünen Fulda weisen diesen Vorstoß entschieden zurück und stellen sich ausdrücklich hinter die wichtige Arbeit von Pro Familia Fulda.



"Pro Familia leistet seit vielen Jahren professionelle, unabhängige und gesetzlich anerkannte Beratungsarbeit für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Diese Arbeit verdient Respekt und Unterstützung und keine politischen Angriffe", erklärt Marie-Louise Puls, Sprecherin von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Fulda. Pro familia – wie alle Angebote der Schwangerschaftskonfliktberatung – stellt die persönliche Lebenssituation der Betroffenen in den Mittelpunkt, arbeitet auf Grundlage klarer gesetzlicher Vorgaben und unterliegt der staatlichen Anerkennung.

"Wer die Situation von Schwangeren verbessern möchte, sollte sich mit den realen Versorgungsproblemen beschäftigen, statt bestehende Beratungsangebote zu schwächen. Wir brauchen eine verlässliche und wohnortnahe Versorgung für Frauen in ganz Osthessen", so Puls. Die AfD lenke mit ihrem Antrag von den tatsächlichen Herausforderungen ab, denn die Versorgungslage beim Schwangerschaftsabbruch sei in weiten Teilen Osthessens seit Jahren unzureichend.

In Deutschland gibt es eine vielfältige Beratungslandschaft mit kirchlichen, kommunalen und freien Trägern. Der AfD gehe es nicht um eine ethische Grundsatzdiskussion, ihr Vorstoß richte sich gezielt gegen eine Organisation, die für Selbstbestimmung und die reproduktiven Rechte von Frauen eintrete.

"Das ist der billige Versuch, den Zugang zu unabhängiger Beratung und damit die Entscheidungsfreiheit von Frauen einzuschränken", so Marie-Louise Puls. "Das fügt sich nahtlos in die AfD-Strategie ein, zivilgesellschaftliche Organisationen und unabhängige Beratungsangebote unter politischen Druck zu setzen. Dem stellen wir uns entschieden entgegen. Menschen in schwierigen Lebenslagen brauchen Unterstützung, Verlässlichkeit und fachkundige Beratung – und keine ideologischen Debatten auf ihrem Rücken." (pg/pm) +++

\"Wer die Situation von Schwangeren verbessern möchte, sollte sich mit den realen Versorgungsproblemen beschäftigen.\"
Symbolbild: Pixabay

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