Ballenpresse und über drei Hektar Getreide in Brand: Lage unter Kontrolle
In Hutzdorf stand eine große Feldfläche, sowie ein landwirtschaftliches Gerät in Flammen.
Fotos: Rene Kunze
13.07.2026 / SCHLITZ -Alarm für die Kräfte der Feuerwehr am späten Sonntagnachmittag: Die Leitstelle rief die Einsatzkräfte zu einem Brand nach Hutzdorf, einem Stadtteil von Schlitz im Vogelsbergkreis. Dort war im Bereich der Straße "Zum Pfingstborn" ein Feuer ausgebrochen. Der Landwirt versuchte nach Angaben der Feuerwehr zunächst den Brand selbst zu löschen, was ihm allerdings nicht vollständig gelang. Bei der Ankunft erhöhte die Feuerwehr das Einsatzstichwort auf "F2 Wald".
Hier stand aus bisher noch ungeklärten Gründen eine Ballenpresse in Flammen. Die Feuerwehr konnte den Brand an der Maschine allerdings bereits unter Kontrolle bringen. Die weiteren Löscharbeiten dauern derzeit noch an und dürften sich aufgrund der großen Ausdehnung von rund dreieinhalb Hektar noch über mehrere Stunden ziehen. Durch das Feuer gerieten auf dem Feld auch mehrere Heuballen in Brand, die weiterhin einzeln auseinandergezogen und behandelt werden müssen.
Aufgrund der noch immer sehr hohen Temperaturen ist die Belastung für die Feuerwehrleute sehr groß. "Der Einsatz war bei den heißen Temperaturen und dem Wind eine große Herausforderung. Durch die Einsatzstichworterhöhung haben wir entsprechend massiv Wasser nachgefordert und den Brand schnell in den Griff bekommen", so Andreas Leinweber, stellvertretender Stadtbrandinspektor der Stadt Schlitz. Ebenfalls angerückt ist dementsprechend neben den Wehren aus Lauterbach, Schlitz und Hünfeld mittlerweile auch ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Fulda. Auch die Feuerwehr Kirchheim wurde mit einem AB (Abrollbehälter) Wasser nachalarmiert. Somit sind bei der Löschaktion neben Feuerwehren des heimischen Vogelsbergkreises auch Einsatzkräfte aus den Nachbarkreisen Hersfeld-Rotenburg und Fulda beteiligt.
Durch die vielen Tanklöschfahrzeuge konnte die Wasserversorgung sichergestellt werden. Leinweber richtete dementsprechend großen Dank an die unterstützenden Feuerwehren aus. Zudem wurden bei dem Einsatz zwei Personen durch eine Rauchgasvergiftung verletzt - ein Feuerwehrmann und der Landwirt.
Vor Ort waren insgesamt 160 Einsatzkräfte und wurden bei der Hitze vom Deutschen Roten kreuz unterstützt. Der Katastrophenschutzzug aus Herbstein stellte den Grundschutz in Schlitz her, um während der Löscharbeiten die Sicherheit für die Stadt und Umgebung zu gewährleisten. Wir berichten, sobald nähere Informationen vorliegen. (pg) +++