Musik, Sonne, Festivalfieber
Von Metal bis Ska: Der Hinkelhof rockt! 16 Bands, tausende Fans
Fotos: Walter Dörr
12.07.2026 / SCHLÜCHTERN -
Wenn nicht ein außergewöhnliches Jahrhundertfest ansteht, wie Ende Mai das 800-jährige Jubiläum von Vollmerz, dann ist alljährlich das Festival "Rock am Hinkelhof" das Megaereignis in dem ansonsten besinnlich ruhigen Schlüchterner Stadtteil (Main-Kinzig-Kreis).
Jeweils am zweiten Wochenende im Juli wird "Rock am Hinkelhof" vom gleichnamigen Verein veranstaltet. Am Freitag pilgerten schon die Fans des harten Rocks auf den Galgenberg. Seit 23 Jahren findet "Rock am Hinkelhof" statt. In 2003 hat alles im Garten der Eltern von Johannes und Sebastian Kolb, ihres Zeichens Gitarrist und Schlagzeuger der Band "The Sick Rats" sowie Vereinsvorstände, angefangen. Rock am Hinkelhof wurde immer größer und seit 2014 ist der Verein Veranstalter des Festivals.
16 Bands sorgen für Festivalstimmung
Diesmal wurden 16 Bands verpflichtet, die auf der Globalcarrier- und der Euronics-Beissler-Bühne im Stundentakt Oldschoolrock, energiegeladenen Punk, Pop, Indie, kraftvollen Metal bis hin zu Dicke-Backe-Blasmusik bieten. Die Festival-Wiese ist gemäht, quasi der grüne Teppich für die Besucher gelegt, mit einem Gitterzaun ist das Gelände umgeben - zwei Tage heile Welt für die Freude an der rockigen Musik. Live und draußen.Ein rockiges Wochenende
Natürlich fehlte nicht die Hausband des Festivals, "The Sick Rats". Auf der Euronics-Beissler-Bühne zelebrierte sie, umjubelt von zahlreichen Fans, ihren speziellen Sound, der - laut Aussage der Band - härter als Herzschmerz und sanfter als Salpetersäure ist. Und das gut gefüllte Festivalgelände schmolz bei Rock und Powerpop nur so dahin. Von Metal bis Blasmusik
Kurzfristig musste die Frankfurter Heavy-Band "Sapiecy" ihren Gig in Hinkelhof absagen. Mehr als nur ein Ersatz war "Unholy Minority". Die fünfköpfige Band aus Fulda ist bekannt für ihren knallharten Power-Death-Metal, den sie bereits zweimal bei "Rock am Hinkelhof" präsentiert hat. Ein Wiedersehen beziehungsweise Wiederhören mit Freunden und der krönende Abschluss des ersten Festivaltages. Rockklassiker treffen auf neue Klänge
Die "BlechBRASSers" sind talentierte junge Männer, die sich vor längerer Zeit blechern vereinten, um mit besonderen Blasmusikinterpretationen Freude zu bereiten. Und das gelingt immer wieder. Ab 15.50 Uhr gibt es angewandte Blasmusik für alle Lebenslagen - von Scheidungen bis zu Festivals wie "Rock am Hinkelhof".Ein besonderes Highlight wird um 18.35 Uhr der Auftritt der sympathischsten aller Tanzkapellen sein. Die "Tequila Terminators" sind ein Sextett aus dem bayerischen Untermain, das groovenden Rhythmus, fettes Gebläse und mitreißenden Chorgesang vereint. Heraus kommt eine Mischung aus Ska, Rock, Punk und Reggae. Virtuos gespielte Instrumente und ein loses Mundwerk der Musiker machen die Show zu einem Erlebnis für alle, die gute Musik lieben, gerne lachen - oder auch ein Tänzchen auf dem Rock-Rasen wagen möchten.
Nachwuchsbands sorgen für frischen Wind
Erst ein Jahr auf der Bühne und deutschlandweit erfolgreich ist die Stuttgarter Formation "The Journey Back". Mit Sängerin Anna präsentiert die Band Pop-Punk aus den frühen 2000er-Jahren mit ganz eigener Note - Vergangenheit verbunden mit einem zeitgemäßen Twist."Swallow's Rose" steht kurz vor 21 Uhr für Melodic Punkrock aus Bayern. Elemente des Alternative, Bluesrock und Funk verbindet das Trio "Atrio" zu einer ehrlichen, kraftvollen Mischung aus eigens geschriebenen Songs. Klassischer Rocksound vermischt sich bei der Gießener Band mit bluesigen Rhythmen und funkigem Groove.
Hinkelhof wird wieder zum Treffpunkt der Rockszene
Den Abschluss des diesjährigen "Rock am Hinkelhof" bildet "Unlimited", der Gewinner des Steinau-Vision-Song-Contests. Die fünf Rocker werden mit authentischem und handgemachtem Rock begeistern - präsentiert mit Spielfreude und Leidenschaft. Beim "Rock am Hinkelhof" sind die jungen Musikerinnen und Musiker keine Unbekannten, denn sie heizten dort schon bei früheren Auftritten mächtig ein.Übrigens: Die ganz großen Fans von "Rock am Hinkelhof" campen ganz idyllisch zwischen zwei Getreidefeldern. (Walter Dörr) +++