Erfolgreicher Abschluss

Bauwerke, Geschichte und Begegnungen: Ausstellung im Wülfrather Zeittunnel

Ausstellung von Patrick Kosog im Zeittunnel erfolgreich beendet
Fotos: Patrick Kosog

12.07.2026 / WÜLFRATH/ALSFELD - Die Ausstellung von Patrick Kosog, welche vor kurzem zu Ende gegangen ist, stand unter dem Leitgedanken "KUNST VERBINDET WÜLFRATH UND ALSFELD" und beschäftigte sich mit dem Thema "Gebäude und ihre Architekturen". Sie fand im Wülfrather Zeittunnelgebäude statt.



Ziel der Ausstellung war es, die Vielfalt kultureller Bauwerke und deren Bedeutung als Teil des gemeinsamen Erbes in Deutschland und weltweit darzustellen. Dabei wurden Gebäude nicht nur als architektonische Objekte betrachtet, sondern auch ihre Geschichte, ihre Erhaltung und die technischen Möglichkeiten zu ihrem Schutz thematisiert.

Verschiedene Themenbereiche

Die Ausstellung gliederte sich in drei miteinander verbundene Themenbereiche. Der erste Bereich beschäftigte sich mit Gebäudearchitektur. Gezeigt wurden selbstgebaute Gebäude, Nachbildungen im Miniaturformat sowie Malereien in zwei- und dreidimensionaler Darstellung. Der zweite Schwerpunkt lag auf dem Denkmalschutz in Deutschland und anderen Ländern. Dabei wurden die Entstehung, Entwicklung und heutige Bedeutung des Denkmalschutzes betrachtet. Der dritte Themenbereich widmete sich der Vermessung. Hier wurde dargestellt, welche Vermessungsmethoden vom Mittelalter bis zur Gegenwart beim Bau von Gebäuden eingesetzt wurden und welche Bedeutung moderne Vermessung für den Erhalt und Schutz historischer Bauwerke haben kann, beispielsweise nach Umweltkatastrophen oder in Kriegszeiten.

Die drei Themenbereiche wurden in der Ausstellung miteinander verbunden und sollen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und ergänzt werden. Im Wülfrather Zeittunnelgebäude wurden nahezu 30 Exponate aus den Bereichen Architekturmodell und Malerei präsentiert. Dazu gehörte unter anderem das Miniatur-Rathaus von Alsfeld mit seiner Rekonstruktion und Entstehungsgeschichte. Ergänzend wurden die Geschichte des originalen Rathauses, die Einführung in den Denkmalschutz in Hessen sowie die frühere Ausstellung "Das Rathaus im Rathaus" in Alsfeld vorgestellt.

Modell, Panorama und Fotobücher

Ein weiteres Exponat war das ehemalige Schloss Aprath in Wülfrath, dargestellt als Modell aus Klemmbausteinen. Dabei wurde die Entwicklung des Schlosses von seiner Blütezeit bis zum Niedergang sowie die Einführung des Denkmalschutzes in Nordrhein-Westfalen thematisiert. Außerdem wurde der Hildesheimer Marktplatz als Panorama-Halbrelief gezeigt. Die Geschichte des Platzes sowie die Entstehung des Kunstwerks wurden in begleitenden Fotobüchern dokumentiert. Ergänzt wurde die Ausstellung durch weitere Gemälde mit Motiven aus dem Kreis Mettmann, Wülfrath, der Altstadt und Schloss Aprath, Deutschland sowie internationalen Bauwerken. Auch der Kölner Dom wurde als Motiv in Form von Klemmbaustein-Modellen und Gemälden präsentiert.

Der Wülfrather Zeittunnel ist ein Museum, das die Erdgeschichte der vergangenen 400 Millionen Jahre darstellt. Auch die Geschichte Wülfraths wird thematisiert, unter anderem mit dem Hinweis auf das größte Kalksteinvorkommen Europas. Am Ende des Tunnels befindet sich der Steinbruch. Am 23. Mai dieses Jahres fand der erste deutsche Ehrentag unter dem Motto "Für dich. Für uns. Für alle." statt. Im Rahmen dieses Tages wurde den Unterstützerinnen und Unterstützern der Ausstellung gedankt. Gleichzeitig stand die Idee im Mittelpunkt, Verbindungen zwischen Menschen, Städten und Gemeinschaften zu schaffen.

Zu diesem Anlass besuchten die beiden stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Wülfrath, Herr Preuß und Herr Seidler, sowie der Alsfelder Bürgermeister Herr Paule gemeinsam mit seiner Familie die Ausstellung im Zeittunnel. Die Stadt Wülfrath würdigte den Besuch und die entstandene Verbindung zwischen den beiden Städten. Auch Herr Paule sprach seinen Dank an die Beteiligten und die Stadt Wülfrath aus.

Ein voller Erfolg

Besonders deutlich wurde während der Ausstellung, dass bereits viele persönliche Verbindungen zwischen Alsfeld und Wülfrath bestehen. Besucherinnen und Besucher berichteten davon, dass sie ursprünglich aus Alsfeld stammen, heute in Wülfrath oder im Kreis Mettmann leben oder familiäre und persönliche Beziehungen zwischen den Regionen haben.

Während der Ausstellung konnten zahlreiche solcher Verbindungen festgestellt werden. Ähnliche Begegnungen gab es bereits bei der vorherigen Ausstellung "Das Alsfelder Rathaus in Miniatur" in Alsfeld. Dort wurden ebenfalls Besucherinnen und Besucher mit Bezug zur Region Kreis Mettmann getroffen.

Aus den entstandenen Kontakten entwickelte sich die Idee, in den kommenden Jahren eine engere Verbindung zwischen Wülfrath und Alsfeld aufzubauen. Ob daraus eine offizielle Städtepartnerschaft entstehen kann, bleibt abzuwarten. Die bisherigen Begegnungen bilden jedoch eine Grundlage für weitere gemeinsame Projekte.

Am 8. Mai 2027 sind alle Alsfelder nach Wülfrath eingeladen, um weitere Verbindungen zwischen den beiden Städten entstehen zu lassen. Die nächste Ausstellung unter dem Leitgedanken "Kunst verbindet Wülfrath und Alsfeld" findet im Foyer des Wülfrather Rathauses statt. Die Eröffnungsrede wird gemeinsam vom Wülfrather Bürgermeister Schorn und dem Ausstellungskünstler gehalten. (js/pm)+++

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