Massive Auswirkungen ab Samstag
Großbaustellen belasten den Nahverkehr: Zugausfälle und Einschränkungen
Archivbilder: O|N/Rene Kunze / Hans-Hubertus Braune
11.07.2026 / REGION FD - Im Gebiet des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) müssen sich Fahrgäste ab Samstag auf spürbare Einschränkungen im Regionalzug- und RegioTramverkehr einstellen. Grund dafür sind gleich zwei große Infrastrukturprojekte: umfangreiche Bauarbeiten im Knoten Fulda sowie die Generalsanierung der rechten Rheinstrecke, die zu weitreichenden Umleitungen des Fern- und Güterverkehrs führen.
Einige Maßnahmen enden bereits am 27. Juli, andere dauern bis zum 11. Dezember an.
Betroffene Linien und Änderungen im Überblick
- RE5: Verkehrt vom 11. Juli bis 11. Dezember nur in den Hauptverkehrszeiten und hält zwischen Melsungen und Baunatal‑Guntershausen zusätzlich an allen Stationen. Vom 14. bis 27. Juli entfallen alle Fahrten zwischen Fulda und Bad Hersfeld/Bebra ersatzlos. Auch einzelne Verbindungen zwischen Frankfurt und Fulda fallen aus.
- RB5: Hält bis 11. Dezember zusätzlich in Körle und Melsungen‑Röhrenfurth. Zwischen 14. und 27. Juli entfallen unter der Woche einzelne Fahrten zwischen Fulda und Hünfeld, darunter die Abfahrten um 5.46 und 6.45 Uhr.
- RB38: Einzelne Fahrten zwischen Wabern und Kassel entfallen bis 27. Juli ersatzlos. In Wabern bestehen Anschlüsse von und nach Kassel.
- RB41: Die in Kirchhain beginnenden und endenden Züge fallen bis 27. Juli werktags aus und werden durch Busse ersetzt. Am Wochenende verkehren sie regulär. Der Abschnitt Treysa–Gießen ist nicht betroffen.
- RB97: Entfällt bis 27. Juli zwischen Cölbe und Marburg. Einzelne Fahrten in der Hauptverkehrszeit fahren weiterhin bis Marburg.
- RT5: Verkehrt bis 11. Dezember zwischen Melsungen und Kassel nur noch im Stundentakt.
Mehr Verspätungen und Ausfälle erwartet
Durch die Umleitungen des Fern- und Güterverkehrs - insbesondere während der Bauphase in Fulda‑Bronnzell vom 14. bis 27. Juli - wird die Main‑Weser‑Bahn stark belastet. Fahrgäste müssen in dieser Zeit mit verlängerten Reisezeiten, Verspätungen und ungeplanten (Teil‑)Ausfällen rechnen. Zwar versucht der NVV, Anschlüsse weiterhin zu gewährleisten, dennoch können nicht alle Verbindungen sicher erreicht werden.In den Bussen des Ersatzverkehrs ist eine Fahrradmitnahme nicht möglich. Der NVV empfiehlt daher, jede Fahrt vorab zu prüfen.