Hilfe für Frauen mit Zyklusbeschwerden
Klinikum führt schonendes Verfahren für Frauen mit starken Regelblutungen ein
Foto: Klinikum Fulda
11.07.2026 / FULDA -
Eine sehr starke oder schmerzhafte Regelblutung kann den Alltag vieler Frauen erheblich beeinträchtigen. Betroffene Personen fühlen sich oft erschöpft, ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück oder entwickeln durch den kontinuierlichen Blutverlust eine Blutarmut. Damit Patientinnen eine moderne, schonende Behandlung erhalten können, bietet die Frauenklinik des Klinikums Fulda unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Martin C. Koch jetzt ein neues Verfahren an.
Es kommt ohne große Operation aus und erhält die Gebärmutter. Die sogenannte Endometriumablation mit Hochfrequenz-Energie kann für viele Frauen eine wirksame Alternative zu einer langfristigen Medikamenteneinnahme oder zu einer Entfernung der Gebärmutter sein. Bei der Endometriumablation wird die Schleimhaut im Inneren der Gebärmutter gezielt behandelt.
Diese Schleimhaut baut sich normalerweise jeden Monat auf und wird bei der Regelblutung wieder abgestoßen. Bei dem neuen Verfahren wird sie mit Wärme, die durch Hochfrequenz-Energie entsteht, kontrolliert verödet. Der Eingriff dauert insgesamt nur etwa fünf Minuten - der eigentliche Energieimpuls meist weniger als zwei Minuten. Danach baut sich die Schleimhaut nicht mehr oder nur noch deutlich weniger auf. Dadurch bleiben die Blutungen bei vielen Frauen ganz aus oder werden erheblich schwächer. Auch begleitende Beschwerden wie Regelschmerzen oder Beschwerden vor der Regel können sich dadurch bessern.
Schonende Behandlung mit kurzer Erholungszeit
Ein großer Vorteil ist, dass der Eingriff sehr schonend ist. Die Behandlung erfolgt über den natürlichen Zugangsweg, also ohne Bauchschnitt. Es entstehen daher keine äußeren Narben. In der Regel wird der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt. Da er nur kurze Zeit dauert, ist die Belastung für die Patientinnen gering. Meist kann die Behandlung ambulant oder tagesklinisch erfolgen. Viele Patientinnen können das Krankenhaus bereits nach wenigen Stunden wieder verlassen und schon am nächsten Tag in ihren normalen Alltag zurückkehren.Für wen das Verfahren geeignet ist
Das Verfahren kommt nur für Frauen infrage, die keine Kinder mehr bekommen möchten. Nach der Behandlung wäre eine Schwangerschaft mit erheblichen Risiken verbunden. Deshalb ist auch nach dem Eingriff weiterhin eine zuverlässige Verhütung notwendig. Vor der Behandlung wird außerdem sorgfältig geprüft, ob andere Ursachen für starke Blutungen vorliegen, zum Beispiel größere Myome oder Polypen. Eingesetzt wird die Methode vor allem dann, wenn Medikamente nicht ausreichend geholfen haben oder nicht gut vertragen wurden. Mit diesem Angebot setzt die Frauenklinik auf eine moderne Medizin, die wirksame Behandlung mit möglichst geringer Belastung für die Patientinnen verbindet. (pm/fw)