Weil LGS und Hessentag so schön waren!

Kommt die Bundesgartenschau als nächstes Groß-Event in die Barockstadt?

Wäre es nicht schön, wieder so ein großes Event wie Landesgartenschau oder Hessentag in Fulda zu haben?
Alle Fotos: O|N-Archiv

11.07.2026 / FULDA - Weil sowohl die Landesgartenschau in Fulda als auch der Hessentag so rundum gelungen und ein großer Erfolg waren, gibt es offenbar etliche Fuldaer, die sich bereits heftig den Kopf über weitere große Events zerbrechen, die diese schöne Serie noch vervollständigen könnten. Nicht nur von einer Seite wurde uns zugetragen, die Stadt Fulda plane bereits das nächste große Ereignis, nämlich die Ausrichtung der Bundesgartenschau (BUGA), der großen Ausstellung für Gartenbau, Landschaftsarchitektur und nachhaltige Stadtentwicklung.



Wie es mit Gerüchten nun mal so ist: Jeder, der diesen Gedanken mit der Ausrichtung der Bundesgartenschau irgendwie spannend und wünschenswert fand, scheint zu diesem Gedanken dann noch ein bisschen was dazugedichtet zu haben – vielleicht, damit aus dem Traum umso schneller Wirklichkeit werden soll? Also wurde laut mancher Fuldaer mittlerweile aus einer Idee bereits eine Bewerbung, die die Stadt angeblich schon an den Start gebracht haben soll. Denn wie schön wäre es doch, möglichst viele Fördergelder für eine noch grünere und blühende Stadt zu bekommen und ein neues, diesmal in Fulda sogar bundesweit anziehendes Fest für alle Sinne ausrichten zu dürfen.

Doch die Realität sieht (leider) etwas anders aus: Die Bundesgartenschau findet in der Regel alle zwei Jahre – meist in den Monaten von April bis Oktober – in einer jeweils anderen deutschen Stadt statt. Wie man sich denken kann, werden nicht die Bewerber berücksichtigt, denen ein oder zwei Jahre vorher einfällt, dass das doch eine tolle Sache für ihre Heimatstadt wäre, denn die Planungen für diese Großveranstaltung nehmen geraume Zeit in Anspruch. So ist es nicht verwunderlich, dass die nächsten Standorte bereits bis 2038 feststehen. Schon vergebene BUGA-Standorte sind das Obere Mittelrheintal 2029, Wuppertal im Jahr 2031, Dresden 2033 und Dessau-Rosslau 2035. Es würde also noch mindestens elf Jahre dauern, bis Fulda zum Zug käme.

Und was sagt eigentlich die Stadt Fulda zu den Gerüchten um die angebliche Bewerbung? Johannes Heller von der Magistratspressestelle erklärt dazu: "Nach der überaus erfolgreichen Landesgartenschau 2023 in Fulda kam die Bundesgartenschaugesellschaft zu losen Gesprächen auf die Stadt Fulda zu, um das Thema dem Grunde nach zu besprechen, da die Größe der Fuldaer Landesgartenschau einer BUGA näherkam als einer klassischen LGS."

Eine BUGA sei grundsätzlich in eine andere Förderkonstruktion eingebettet, daher brauche es das Wohlwollen von Bund und Land gleichermaßen. Da jedoch inzwischen bekannt wurde, dass sich die Stadt Frankfurt formell für eine Bundesgartenschau beworben hat, sei somit auch klar, dass sich die Förderung des Landes Hessen auf die Stadt Frankfurt konzentrieren werde. "Deswegen erscheint eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema einer BUGA in Fulda derzeit wenig zielführend", sagt Heller. Da war also mehr der Wunsch der Vater des Gedankens. Doch sicher werden sich genug helle Köpfe etwas einfallen lassen, um auch in Zukunft die eine oder andere schöne Veranstaltung in die Barockstadt zu holen. (ci)+++

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