Sicherer Sport für alle

Mehr Schutz im Sport: Zentrum für Safe Sport nimmt Gestalt an

Gemeinsam für einen sicheren Sport in Deutschland. Die Gründungsmitglieder des Zentrums für Safe Sport e.V. haben in Berlin die Weichen für die neue Institution im deutschen Sport gelegt
Foto; HMFG

09.07.2026 / KASSEL - Mit der Gründung des Trägervereins des Zentrums für Safe Sport (ZfSS) ist ein wichtiger Meilenstein für den Schutz von Sportlerinnen und Sportlern in Deutschland erreicht worden. Die neue, zunächst vom Bund finanzierte Einrichtung wird ihren Sitz in Kassel haben und künftig als unabhängige Anlaufstelle bei Fällen von Gewalt, Missbrauch und Machtmissbrauch im Sport fungieren.



Hessens Sportministerin Diana Stolz nahm an der Gründungsversammlung im Bundeskanzleramt in Berlin teil und bezeichnete das Zentrum als wichtigen Baustein für den Schutz Betroffener.

Schutz und Unterstützung für Betroffene

Ziel des Zentrums ist es, Betroffenen eine unabhängige Anlaufstelle zu bieten sowie die Präventions-, Interventions- und Aufarbeitungsarbeit im deutschen Sport weiter auszubauen. Das ZfSS soll zunächst insbesondere den Spitzensport in den Blick nehmen, gleichzeitig aber auch positive Effekte für den Breitensport schaffen.

"Der Erfolg des Sports bemisst sich nicht allein an Medaillen und Rekorden. Er bemisst sich auch daran, ob sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sport sicher und geschützt fühlen können", erklärte Diana Stolz. Mit der neuen Einrichtung werde eine Kultur des Hinschauens und Zuhörens im deutschen Sport gestärkt.

Warum Kassel als Standort gewählt wurde

Seinen Sitz wird das Zentrum in Räumen des Regierungspräsidiums Kassel haben. Nach Angaben des Ministeriums wurde die nordhessische Stadt aufgrund ihrer zentralen Lage, der guten Verkehrsanbindung und der Nähe zur Universität ausgewählt.

"Mit Kassel als Sitz des Zentrums haben wir uns für eine zentral gelegene Stadt in Deutschland entschieden. Kassel ist gut zu erreichen und kann dank seiner Universität auch qualifizierte Akademikerinnen und Akademiker bieten, wenn es um den Aufbau des ZfSS geht", sagte Stolz.

Signal gegen Gewalt im Sport

Die Ministerin betonte, dass Gewalt, Missbrauch und Machtmissbrauch im Sport keinen Platz haben dürften. Fälle aus den vergangenen Jahren hätten gezeigt, wie wichtig unabhängige Hilfs- und Beratungsangebote für Betroffene seien.

"Die neue Institution soll Betroffenen eine starke Stimme geben, die Prävention stärken und dafür sorgen, dass Gewalt, Missbrauch und Machtmissbrauch im Sport keinen Platz haben", so Stolz weiter.

Der Bund übernimmt zunächst die Finanzierung des Zentrums. Langfristig soll das ZfSS ein zentraler Bestandteil eines bundesweiten Schutzsystems gegen interpersonale Gewalt im Sport werden. (js/pm) +++

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