Im Auftrag der Telekom

Neuer 39 Meter hoher Mobilfunkmast soll in Edelzell errichtet werden

Der neue Mast in Edelzell soll in Schleuderbetonbauweise errichtet werden wie auf diesem Foto eines anderen Standortes
Foto: DFMG

12.07.2026 / FULDA - Die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) plant in Fulda-Edelzell, einen rund 39 Meter hohen Mast in Schleuderbetonbauweise zu errichten, der das Mobilfunknetz der Telekom ergänzen soll. Der Standort befindet sich am Ende der Engelhelmser Straße auf einem Feld. Die Stadt Fulda sagt auf O|N-Anfrage zum Hintergrund: "Es handelt sich um ein Projekt der DFMG für die Telekom Deutschland. Die Errichtung des Funkmastes erfolgt im Rahmen des kontinuierlichen Ausbaus der Mobilfunkinfrastruktur in unserem Stadtgebiet und ist Teil einer umfassenden Strategie zur Verbesserung der Netzwerkabdeckung und der Mobilfunkqualität in unserer Region."



Der geplante Mobilfunkmast soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Versorgung sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen zu optimieren und den Stadtteil für Wohnen und Arbeiten weiterhin attraktiv zu halten. Die Telekom Deutschland habe den Standort des Mastes nach sorgfältiger Prüfung und unter Berücksichtigung aller relevanten technischen, rechtlichen und umweltschutzrechtlichen Anforderungen ausgewählt. "Das Projekt fällt unter die Regelung des sogenannten privilegierten Bauens im Außenbereich. Die entsprechenden Vorschriften dafür in der Hessischen Bauordnung sind im vergangenen Jahr noch einmal vereinfacht worden. Konkret bedeutet dies, dass die Stadt keinen Ermessensspielraum hat, sondern den Bau genehmigen muss, sobald alle gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Baugenehmigung für die Errichtung des Funkmasts wurde in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur Ende Februar 2026 erteilt.

Ortsvorsteher: "Damit müssen wir leben!"

Im März wurde der Ortsvorsteher von Edelzell über das Vorhaben informiert", erklärt der Magistratspressesprecher. Ihn haben wir gefragt, ob denn die Edelzeller mit dem neuen "Mitbewohner" einverstanden sind. Das sei völlig unerheblich, sagt Sven Hohmann, denn die Stadt könne ein solches Vorhaben rechtlich gar nicht ablehnen. "Das ist nun mal so, damit müssen wir leben. Alle wollen guten Handyempfang, aber niemand will den Spargel vor der Tür haben", konstatiert er. Wann der Mast konkret errichtet wird, ist der Stadt nicht bekannt. Für den eigentlichen Betrieb der Anlage sei noch eine strahlenschutzrechtliche Genehmigung durch das Regierungspräsidium Kassel erforderlich.

Die DFMG teilt auf unsere Anfrage mit: "Wir bauen und betreiben die passive Infrastruktur für das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom. Uns gehören also Stahl und Beton, nicht aber die Sendetechnik und Antennen. Wir bieten unsere Standorte aber auch allen anderen Mobilfunkanbietern an, sodass keine zusätzlichen Masten errichtet werden müssen."

In Deutschland dauere es aktuell etwa zwei bis vier Jahre, bis ein neuer Mobilfunkmast geplant, genehmigt, gebaut und ans Netz angeschlossen ist. Der eigentliche Bau eines Mobilfunkmasts gehe relativ schnell und dauere inklusive Fundamentarbeiten in der Regel etwa drei Monate. "Der sogenannte Hochbau, also das eigentliche Aufstellen des Masts, erfolgt meistens innerhalb von nur zwei Tagen. Im Anschluss folgen noch weitere, weniger sichtbare Schritte, wie beispielsweise der Anschluss des Masts an das Stromnetz. In der Regel geht ein Mobilfunkmast sechs bis zwölf Monate nach dem Bau in Betrieb und kann von den Kunden und Kundinnen genutzt werden. Der Baubeginn für unseren neuen Mast ist derzeit noch im Sommer dieses Jahres vorgesehen. Ein genaues Datum kann ich Ihnen leider nicht nennen, da der Baubeginn von vielen verschiedenen Faktoren (unter anderem der Witterung) abhängt und sich so immer mal ein wenig verschieben kann", schreibt die Pressesprecherin der DFMG, Lena Naber. (ci)+++

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