Diskussion um Nachnutzung
Zukunft des Herz-Kreislauf-Zentrums: Geschäftsführung nimmt Stellung
Archivbild: Herz-Kreislauf-Zentrum Rotenburg
10.07.2026 / ROTENBURG/F. -
Die Diskussion um die Zukunft des Herz-Kreislauf-Zentrums (HKZ) in Rotenburg nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem das Thema zuletzt in der Stadtverordnetenversammlung zur möglichen Nachnutzung der Gebäude auf dem Rodenberg aufgegriffen worden war, hat sich nun die Geschäftsführung der Klinikum Bad Hersfeld GmbH zu Wort gemeldet.
Sie betont, dass das HKZ noch bis voraussichtlich Ende 2027 medizinische Leistungen am Standort Rotenburg anbieten werde und verweist zugleich auf bereits laufende Aktivitäten zur Entwicklung von Perspektiven für die anschließende Nutzung der Liegenschaft.
Klinikum weist Kritik an fehlendem Fortschritt zurück
Seitens des Klinikums werde positiv zur Kenntnis genommen, dass sich auch die Stadt einbringen und die lokale Verantwortung proaktiv sowie mit entsprechendem zeitlichen Vorlauf wahrnehmen wolle. Erfreulich sei zudem die richtige zeitliche Einordnung, wonach die Liegenschaft frühestens nach dem Umzug des HKZ in den Erweiterungsbau Nord in Bad Hersfeld einer Nachnutzung zugeführt werden könne. Leider werde jedoch der Eindruck erweckt, dass dieses wichtige Thema von den Beteiligten nicht mit dem gebotenen Nachdruck vorangetrieben werde.Dabei habe das HKZ durch die strategische Zusammenarbeit mit dem Studienzentrum Rotenburg in den vergangenen Jahren nicht nur eine wirtschaftliche Auslastung von nicht mehr medizinisch genutzten Bereichen erreicht. Vielmehr habe ein Beitrag zur Vermarktbarkeit der Liegenschaft auch in anderen Bereichen als dem Gesundheitswesen geleistet werden können.
Zahlreiche Akteure in die Planungen eingebunden
Die Geschäftsführung stehe auf unterschiedliche Weise nicht nur mit dem Eigentümer sowie dessen Aufsichtsrat im Austausch. Auch weitere wichtige Akteure wie der Rotenburger Bürgermeister Marcus Weber, die Wirtschaftsförderung des Landkreises Hersfeld-Rotenburg, die Marketing- und Entwicklungsgesellschaft Rotenburg a. d. Fulda sowie das Regionalmanagement seien eingebunden. In Arbeits- und Abstimmungstreffen würden gezielt Möglichkeiten zur Vermarktung der Liegenschaft ausgelotet.Geschäftsleitung treibt Zukunftsplanung voran
Für alle Beteiligten in der Geschäftsleitung sei es von größtem Interesse, eine Nachnutzung der HKZ-Liegenschaft zu realisieren. Hierfür seien in der Vergangenheit bereits zahlreiche Schritte unternommen worden, die auch künftig in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Akteuren fortgeführt würden. Gleichzeitig betone die Geschäftsführung, dass sich die Liegenschaft im Eigentum einer GmbH befinde.
Das Klinikum signalisiere Offenheit dafür, wie die weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit strukturiert und etwa das Interesse der Stadt eingebracht werden könne. Selbstverständliche Grundlage sei dabei, dass die Zusammenarbeit unter Respektierung der Eigentumsverhältnisse der Liegenschaft sowie der Eigentümerstruktur des Unternehmens konstruktiv gestaltet werde. (js/pm)+++