Erfolgreiche Integration
Landrat Stolz überreicht Einbürgerungsurkunde an Yaser Assaf
Foto: Dr. Jörg Wetterau
11.07.2026 / GELNHAUSEN -
"Die Einbürgerung ist für uns als gesamte Familie ein bewegender Meilenstein". Ende Juni wurde der in Aleppo, Syrien, geborene Yaser Assaf von Landrat Thorsten Stolz im Beisein seines Arbeitgebers Georg Sislak für den Erhalt der Einbürgerungsurkunde beglückwünscht. Damit verbunden ist die deutsche Staatsbürgerschaft.
Yaser Assaf und seine Familie (Ehefrau und 4 Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren) haben damit einen weiteren Meilenstein seit der Flucht aus Syrien erreicht. "Yaser Assaf und die Firma Sislak Design sind ein gelungenes Beispiel für eine vorbildliche Integration eines Flüchtlings in die Gesellschaft", sagte Thorsten Stolz beim Überreichen der Einbürgerungsurkunde.
"Ich freue mich sehr, jetzt Deutscher zu sein"
Assaf arbeitet seit acht Jahren verantwortungsvoll bei Sislak als Logistiker und Kurierfahrer und hat sich hohe Anerkennung im Team erworben. Seine Kinder sind voll im Vereinsleben integriert, seine Frau engagiert sich ehrenamtlich. Der 44-jährige Assaf freut sich über die Anerkennung. Deutschland ist für ihn und seine Familie zur neuen Heimat geworden. Arbeit, Sprache und Eigeninitiative sind für ihn dabei der Schlüssel zur Integration. "Wenn man nach Deutschland kommt, muss man lernen, arbeiten und positiv nach vorne schauen. Ich freue mich sehr, jetzt Deutscher zu sein und möchte Deutschland etwas zurückgeben – so gut ich kann."Integration gelinge, wenn Menschen Chancen bekommen
Georg Sislak, Geschäftsführer der Sislak Design GmbH in Gelnhausen, sagt: "Yaser Assaf ist ein unverzichtbarer Mitarbeiter im Unternehmen. Er ist fachlich zuverlässig, engagiert und im gesamten Team anerkannt. Er musste vor dem Krieg in Syrien fliehen, hat bei uns Verantwortung übernommen, sich erfolgreich integriert und erhält nun die deutsche Staatsbürgerschaft. Das freut mich als Arbeitgeber, aber auch persönlich sehr." Sislak ist überzeugt, dass Integration gelingt, wenn Menschen Chancen bekommen. Wichtig dabei war aus seiner Sicht ein Aspekt: "Die Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis und dem Projekt AQA war von Beginn an unkompliziert und unterstützend. Wenn alle Seiten etwas bewegen wollen, dann funktioniert Integration auch." Die AQA ist die Ausbildungs- und Qualifizierungsgesellschaft des Main-Kinzig-Kreises und arbeitet eng mit dem Kommunalen Center für Arbeit (KCA) sowie verschiedenen Kooperationspartnern zusammen.Landrat Thorsten Stolz hat die Integration von Yaser Assaf schon länger verfolgt und ist überzeugt: "Die Einbürgerung ist der krönende Abschluss seines Ankommens in Deutschland. Bei Yaser Assaf und die Firma Sislak kommt alles zusammen: ein Mensch, der Verantwortung übernehmen will, und ein Unternehmen, das ihm eine echte Chance gibt. Es steht und fällt mit dem Wollen – auf beiden Seiten." Aus seiner Sicht ist der Arbeitsmarkt im Main-Kinzig-Kreis auf motivierte Zuwanderung angewiesen, vor allem familiengeführte Unternehmen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Der Zufall spielte eine wichtige Rolle
Nach der anstrengenden Flucht vor dem Krieg in Syrien 2015 kamen Yaser Assaf und seine Familie über die Türkei nach Deutschland, er lebte zunächst drei Jahre in Bad Orb, bevor 2018 Gelnhausen zum Arbeitsmittelpunkt wurden. Das Engagement bei Sislak kam eher zufällig zustande. Georg Sislak suchte für seine Firma einen motivierten Fahrer und fragte bei einem befreundeten Fahrlehrer nach, ob dieser jemanden kenne. Yaser Assaf – der in Syrien als ausgebildeter Kraft- und Busfahrer gearbeitet hatte - musste zum gleichen Zeitpunkt seine Führerscheinprüfung in Deutschland bestätigen. Er wurde von seinem Fahrlehrer für die vakante Position bei Sislak vorgeschlagen. Der Rest ist Geschichte.