Langfristige Stärkung als Plan
Großbaustelle im Bahnnetz bei Bronnzell: Massive Einschränkungen Mitte Juli
Symbolbild: O|N/Rene Kunze
09.07.2026 / FULDA -
Die Deutsche Bahn (DB) möchte die Infrastruktur im Bereich Fulda-Bronnzell modernisieren und führt deshalb umfangreiche Bauarbeiten durch, um das Netz langfristig zu stärken. Ab Mitte Juli 2026 werden auf der Schnellfahrstrecke Hannover Hbf – Würzburg Hbf sowie auf der Verbindung Frankfurt Hbf – Göttingen mehrere Weichen erneuert. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Zweiwegebagger und Arbeitszüge.
Da die Arbeiten an einem zentralen Knotenpunkt des deutschen Bahnnetzes stattfinden, sind weitreichende überregionale Umleitungen und Zugausfälle unvermeidlich. Um den Betrieb auf der durch Fern- und Güterzüge stark belasteten Main‑Weser‑Bahn stabil zu halten, muss der Nahverkehr auf einzelnen Abschnitten kurzfristig reduziert werden.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick
Vor allem Fahrgäste im Regionalverkehr rund um Fulda müssen mit Zugausfällen rechnen. Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick:- RE50/RE5: Die Züge fallen zwischen Fulda und Bad Hersfeld/Bebra komplett aus. Einzelne Fahrten zwischen Frankfurt und Fulda entfallen ebenfalls.
- RB51: Einzelne Verbindungen zwischen Frankfurt, Wächtersbach und Fulda entfallen.
- RB5: Unter der Woche entfallen einzelne Fahrten zwischen Fulda und Hünfeld, darunter die Abfahrten um 5.46 und 6.45 Uhr in Fulda.
- RB52: Zwischen Fulda und Gersfeld fahren vom 13. bis 29. Juli keine Züge. Einzelne Spätverbindungen entfallen bereits ab dem 10. Juli.
Gäste sollen Verbindungen über die App prüfen
Auch im Fernverkehr müssen Reisende mit deutlichen Einschränkungen rechnen. Die ICE‑Verbindungen zwischen Frankfurt und Kassel beziehungsweise Berlin verkehren zeitweise nur im Zweistundentakt und werden großräumig umgeleitet, was die Fahrzeit um rund eine Stunde verlängert. Züge in Richtung Leipzig und Dresden nutzen ebenfalls alternative Strecken und halten während der Bauphase unter anderem nicht in Fulda.Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden die Weichenerneuerungen kurzfristig notwendig. Da im Schienennetz parallel weitere Großbaustellen laufen, sind zusätzliche Angebotsreduzierungen im Regionalverkehr unvermeidlich, um den umgeleiteten Fern- und Güterverkehr zuverlässig abwickeln zu können.
Symbolbild: O|N/Marvin Myketin