Neuer Meilenstein
Energiewende vor Ort: Stadt erreicht 252,7 Prozent Eigenstromdeckung
Foto: privat
10.07.2026 / HERINGEN (W.) -
Die aktuelle Energiemengenbilanz des Netzbetreibers EAM Netz setzt ein deutliches Zeichen für die regionale Energiewende: Im Jahr 2025 erzeugt die Stadt Heringen (Werra) bilanziell mehr als doppelt so viel erneuerbaren Strom, wie sie selbst verbraucht. Konkret deckt die Kalistadt rechnerisch 252,7 Prozent ihres eigenen Strombedarfs durch lokal produzierte erneuerbare Energie. Damit wird nicht nur der gesamte Verbrauch vor Ort abgedeckt – Heringen speist zusätzlich erhebliche Mengen klimafreundlichen Stroms in das öffentliche Netz ein.
Die regionale Stromerzeugung ist in den vergangenen Jahren bezogen auf die Stadt Heringen (Werra) deutlich gestiegen. Während im Jahr 2023 noch rund 15,8 Millionen Kilowattstunden erzeugt wurden, waren es 2025 bereits 35,6 Millionen Kilowattstunden. Im gleichen Zeitraum blieb der Stromverbrauch mit rund 14,1 Millionen Kilowattstunden weitgehend konstant. Den größten Beitrag zu dieser Entwicklung leistet die Windenergie. Durch den Ausbau der Windkraftanlagen stieg deren Stromproduktion innerhalb von zwei Jahren von 7,3 auf 26,3 Millionen Kilowattstunden. Auch die Photovoltaik entwickelt sich weiter positiv: Die Zahl der Solaranlagen erhöhte sich von 442 auf 669 Anlagen.
Von diesem Ausbau profitiert Heringen nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell. Über die Beteiligung der Kommune an Windenergieanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sowie weitere kommunale Einnahmen aus dem Betrieb erneuerbarer Energien fließen zusätzliche Mittel in den städtischen Haushalt. Diese können wiederum in die Entwicklung der Stadt und ihrer Ortsteile investiert werden.
Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Heringen auf dem richtigen Weg ist
Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien wächst auch der Beitrag zum Klimaschutz. Die durch EEG-Anlagen erzielte CO₂-Minderung steigt im Jahr 2025 auf 12.220 Tonnen. Rund drei Viertel dieser Einsparung entfallen auf die Windenergie, weitere Anteile stammen aus Photovoltaik und Wasserkraft. Auch die installierte Erzeugungsleistung wurde deutlich erhöht. Sie stieg von 12,7 Megawatt im Jahr 2023 auf 25,5 Megawatt im Jahr 2025. Insgesamt sind inzwischen 684 Anlagen zur Stromerzeugung im Stadtgebiet in Betrieb.Die aktuelle Energiemengenbilanz verdeutlicht, dass Heringen zu den Kommunen gehört, die bereits heute einen erheblichen Beitrag zur regionalen und überregionalen Versorgung mit erneuerbarem Strom leisten. Der erzeugte Überschuss wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und unterstützt so die Energiewende weit über die Stadtgrenzen hinaus. (mis/pm) +++