Wege zu mehr Effizienz

RhönEnergie setzt Impulse: Energie neu denken - Verbrauch senken

Standen den Firmenvertretern Rede und Antwort: Martin Heun, Dr. Volker Nies, Stefanie Nordmeier, Theo Leinweber, Jörg Brandes, Florian Michaelis, Josef Bergmann, Dirk Schäfer, Johannes Bernhard und Ralf-Stefan Stöppler.
Fotos: RhönEnergie

08.07.2026 / FULDA - Wie Unternehmen ihre Energiekosten langfristig senken und sich zugleich unabhängiger von globalen Krisen machen können, stand im Mittelpunkt der Veranstaltung "Energie neu denken" der "RhönEnergie Effizienz + Service" (RES). Die zentrale Erkenntnis: Wer seine Energiekosten wirklich nachhaltig reduzieren will, sollte nicht nur auf günstige Beschaffung setzen, sondern vor allem den eigenen Energieverbrauch gezielt verringern.



"Die Menge der verbrauchten Energie lässt sich sehr gut beeinflussen. Dafür haben wir eine Reihe von Vorschlägen", sagt Ralf-Stefan Stöppler, Geschäftsführer der RhönEnergie Effizienz + Service GmbH. Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Gruppe, stellte heraus, dass die RhönEnergie auch ein eigenes Interesse hat, Firmen beim Energiesparen zu unterstützen. Heun sagte: "Wir wollen dauerhaft Partner von wirtschaftlich starken Unternehmen sein."

Der Handlungsdruck auf Unternehmen wächst: Weltpolitische Krisenherde wie der Iran-Krieg mit der Sperrung der Straße von Hormus, der Krieg in der Ukraine und die US-Energie- und Handelspolitik sorgen für Unsicherheit auf den Energiemärkten. Gleichzeitig steigen durch EU-Emissionshandel und die anziehende CO₂-Bepreisung die Kosten für fossile Energie in den kommenden Jahren spürbar.

Energie sparen mit System: Förderung, Monitoring und moderne Technik

Am Anfang jeder Einsparung steht die Analyse: Ein sorgfältiges Energiemonitoring deckt oft Verbraucher auf, die im Unternehmen bislang gar nicht als Kostentreiber erkannt wurden. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Fuldaer Betrieb spart dank Energieberatung der RhönEnergie und veränderter Maschinenlaufzeiten inzwischen einen fünfstelligen Euro-Betrag pro Jahr. Für ein Energiemonitoring gibt es staatliche Zuschüsse von bis zu 45 Prozent für kleine, 35 Prozent für mittlere und bis zu 25 Prozent für größere Unternehmen.

Auch eine professionelle Energieberatung wird gefördert: Bei jährlichen Energiekosten von mehr als 10.000 Euro übernimmt der Staat bis zu 50 Prozent des Beratungshonorars, maximal 3.000 Euro. Begleitende Investitionen, etwa in Sensorik oder Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, werden ebenfalls unterstützt. Für viele Unternehmen ist ein regelmäßiges Energieaudit sogar gesetzlich vorgeschrieben – bei Verbräuchen von über 7,5 Gigawattstunden im Jahr muss sogar ein Energiemanagementsystem eingeführt werden.

Weitere Themen des Tages waren die Wahl des passenden Heizsystems – von der Wärmepumpe über Abwärmenutzung und Fernwärme bis zum Blockheizkraftwerk –, der Ausbau von Photovoltaik zur Stabilisierung der Energiepreise sowie die Elektromobilität, die längst im unternehmerischen Alltag angekommen ist: Bereits jedes vierte neu zugelassene Auto fährt vollelektrisch, auch bei Lkw steigt der Anteil deutlich. Bei PV-Anlagen für Unternehmen kann die RES die Investitionskosten übernehmen, so dass bei der Firma der Einspareffekt sofort eintritt. Als Referenten sprachen Josef Bergmann (Energiemonitoring), Johannes Bernhard (Energieberatung), Jörg Brandes (Energiesysteme), Dirk Schäfer (Photovoltaik und Speicher) sowie Florian Michaelis (Elektromobilität). (mis/pm) +++

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