In schwierigen Zeiten entschlossen
Haushalt gerettet, Projekte gesichert: WGH setzt entscheidende Signale
Symbolbild: O|N/Moritz Rös
09.07.2026 / HERINGEN (W.) -
Die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend hat erneut deutlich gemacht, wie angespannt die finanzielle Situation der Kommunen ist. Nach einer intensiven und stellenweise emotional geführten Debatte gelang es der Wählergruppe Gemeinschaftsliste Heringen (WGH) gemeinsam mit der CDU, zentrale Beschlüsse auf den Weg zu bringen. Sie sichern die Handlungsfähigkeit der Stadt Heringen und sorgen dafür, dass wichtige Projekte weiterhin verfolgt werden können.
Haushalt und Haushaltssicherung: WGH steht zur Verantwortung
Mit den Stimmen von WGH und CDU wurden Haushalt, Investitionsprogramm und Haushaltssicherungskonzept angenommen. Damit verfügt Heringen über einen genehmigungsfähigen Haushalt und gewinnt dringend benötigte Planungssicherheit zurück.Die WGH hat klar Haltung gezeigt: Verlässlichkeit gegenüber der Verwaltung, dem Bürgermeister und den Bürgerinnen und Bürgern steht für uns an erster Stelle. Zugleich ist für uns klar: Heringen braucht jetzt einen echten Sparhaushalt – Sparen mit Sinn und Verstand. Nur so bleibt die Stadt selbst handlungsfähig und vermeidet eine mögliche Zwangsverwaltung mit drastischen Einschnitten.
Mehrzweckhalle Widdershausen: Pragmatismus statt Stillstand
Die Sanierung der Mehrzweckhalle in Widdershausen war erneut ein zentraler Punkt der Debatte. Die WGH bleibt bei ihrer Linie: notwendige Maßnahmen ermöglichen und die Halle schnellstmöglich wieder öffnen.Die WGH setzt auf eine schlanke, aber voll funktionsfähige Lösung, die den Widdershäuserinnen und Widdershäusern zeitnah wieder eine nutzbare Halle ermöglicht. Fraktionssprecher Oliver Kühnel hat bereits den Bürgermeister gebeten, kurzfristig einen Termin mit der zuständigen Planerin zu organisieren. Der Bürgermeister beabsichtigt zunächst, die Planerin über die aktuelle Beschlussfassung zu informieren, die entsprechenden Forderungen und Hinweise weiterzugeben und auf eine Stellungnahme abzuwarten. Sobald diese vorliegt, soll es eine interfraktionelle Sitzung mit der Planerin geben. "Wir wollen den Menschen in Widdershausen zeigen, dass wir zu unserem Wort stehen", so Oliver Kühnel, Fraktionssprecher der WGH.
Festplatz/Werraufer: Kompromiss mit Augenmaß und Bürgerbeteiligung
Das Projekt Festplatz/Werraufer, das mit rund 70 % Fördermitteln unterstützt wird, ist ein Zukunftsprojekt für Kinder, Jugendliche und Familien. Die WGH hält an der Umsetzung fest, aber mit einem klaren Fokus auf das Wesentliche, die finanzielle Machbarkeit und die Folgekosten im Blick. Klares Signal der WGH: Wir handeln – nicht nur reden
Im neu zusammengesetzten Stadtparlament stellt die WGH mit zwölf Stadtverordneten eine starke Fraktion, von denen acht erstmals ein Mandat ausüben. Besonders erfreulich ist, dass sich gerade die neuen Mitglieder mit bemerkenswerter Entschlossenheit und inhaltlicher Tiefe in die Debatte eingebracht haben. Ihr Engagement zeigt eindrucksvoll, welchen Gestaltungswillen die erneuerte WGH in sich trägt – und genau an diesem selbstbewussten, verantwortungsbereiten Kurs wollen wir festhalten."Wir haben klare Kante gezeigt, zu unseren Zusagen gestanden und einen sinnvollen Kompromiss gefunden. Jetzt heißt es, die Dinge anzugehen", so Markus Bock, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Ausblick
Die kommenden Monate werden anspruchsvoll. Die WGH wird weiterhin:- Projekte realistisch priorisieren
- Fördermittel verantwortungsvoll nutzen
- Einsparpotenziale konsequent prüfen und einbringen
- die Verwaltung unterstützen
- die Bürgerinnen und Bürger transparent informieren
Foto: Florian Krzywdzinkski