Seit 570 Jahren bewahrt
"Stilles Licht der Hoffnung": Gläubige feiern traditionsreiche Brandprozession
Fotos: Stadt Hünfeld
09.07.2026 / HÜNFELD -
Dechant Markus Günther beschrieb die Hünfelder Brandprozession als "stilles Licht der Hoffnung", als er am späten Abend des St.-Ulrich-Tages bei der Andacht vor der großen Statue des Stadtpatrons vor dem Rathaus sprach. Seit über 570 Jahren folgen die Hünfelder Bürger dem Gelöbnis, dass sie nach einer verheerenden Brandkatastrophe im 15. Jahrhundert gegeben hatten. Am 4. Juli, dem Gedenktag des Bischofs von Augsburg, halten sie diese Prozession ab, damit die Stadt durch die Fürsprache des Heiligen vor weiterem Schaden bewahrt bleiben möge.
Von der Stadtpfarrkirche St. Jakobus ging die Prozession, begleitet durch die Klänge der Stadtkapelle, durch die Hauptstraße zum Rathausplatz, wo Pfarrer Dr. Michael Müller das Segensgebet sprach. Zahlreiche Gläubige, darunter auch Repräsentanten der Stadt wie Bürgermeister Benjamin Tschesnok und eine Abordnung der Feuerwehr, folgten dem Allerheiligsten.