Menschlichkeit und Vertrauen
MVZ als Erfolgsmodell: Versorgung gesichert, Wachstum geplant
Foto: privat
08.07.2026 / KREIS VB -
Menschlichkeit, Vertrauen, Qualität und Teamgeist prägen seit sechs Jahren das Medizinische Versorgungszentrum Vogelsberg – Werte, von denen rund 4600 Patientinnen und Patienten an den Standorten Grebenhain und Freiensteinau profitieren. Sie schätzen die persönliche Betreuung und die angenehme Atmosphäre. Geschäftsführer Steven Renner, der seit einem Jahr an der Spitze des MVZ steht, zieht eine positive Bilanz und blickt zugleich nach vorn: Das MVZ wächst weiter – und dafür wird zusätzliches ärztliches Personal benötigt.
Das war schon ein mutiger Schritt damals vor sechs Jahren, als der Vogelsbergkreis gemeinsam mit den Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain das erste interkommunale Medizinische Versorgungszentrum in Hessen aus der Taufe hob. Und er war ohne Alternative: "Wenn wir es nicht gemacht hätten, gäbe es in zwei Gemeinden keine hauärztliche Versorgung", hatte Landrat Dr. Jens Mischak vor zwölf Monaten erklärt, als der bisherige MVZ-Geschäftsführer Ulf Werner verabschiedet und sein Nachfolger Renner vorgestellt wurden. Der ist von Haus aus Wirtschaftswissenschaftler und ausgebildeter Notfallsanitäter. Zuletzt war er bei "Gesunder Werra-Meißner-Kreis GmbH", kurz GWMK, einem regionalen Gesundheitsnetzwerk im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis, tätig.
"Das sorgt für Zufriedenheit bei Mitarbeitern und Patienten"
Im Vogelsberg hat er vor einem Jahr ein "geordnetes Haus" übernommen – eine Formulierung, die bei einem Wechsel in der Geschäftsleitung gerne benutzt wird. Im MVZ indes ist dies auch deutlich sichtbar: Helle, freundliche Behandlungszimmer, angenehm gestaltete Wartebereiche, Freiräume und natürlich neueste Technik. So werden die Patienten beispielsweise im Wartebereich über einen großen Monitor informiert, wie sie sich am besten einen Termin buchen oder ein Rezept bestellen können. "Das sorgt für Zufriedenheit bei Mitarbeitern und Patienten", kommentiert Geschäftsführer Renner. Auch zahlreiche Informationen zum Hausarztprogramm werden auf dem großen Monitor eingespielt. "Dieses Modell wird gut angenommen", sagt Christina Gothe-Leissos, die Ärztliche Leiterin des MVZ.Dabei sind die Hausärzte erste Ansprechpartner in allen Gesundheitsfragen. Sie besprechen mit den Patienten die nötigen Behandlungen und Therapien und unterstützen bei Bedarf auch bei der Terminfindung. "Meine Aufgabe ist es, das alles zu lenken", so die Medizinerin. Eine enge Zusammenarbeit gibt es auch mit anderen Akteuren aus dem Bereich der Medizin, der Pflege, der Altenhilfe oder aus dem sozialen Bereich. Zudem kooperiert das MVZ mit dem Pflegestützpunkt des Vogelsbergkreises.