Neue Vertiefung

Hochschule erweitert Digitale‑Medien‑Studium: "Serious Games" startet 2026/27

ie neue Vertiefung "Serious Games" ermöglicht es Studierenden, sich gezielt mit der Entwicklung von Spielen zu beschäftigen, die mehr können als nur zu unterhalten.
Fotos: Hochschule Fulda

08.07.2026 / FULDA - Im Bachelorstudiengang Digitale Medien der Hochschule Fulda gibt es ab dem Wintersemester 2026/27 eine spannende Neuerung: Die neue Vertiefung "Serious Games" ermöglicht es Studierenden, sich gezielt mit der Entwicklung von Spielen zu beschäftigen, die mehr können als nur zu unterhalten.

Schritt für Schritt lernen sie dort, wie digitale Spiele gestaltet werden, die Wissen vermitteln, komplexe Trainings simulieren oder in Bildung, Medizin und Unternehmen eingesetzt werden können – und wie aus einer Leidenschaft für Gaming ein professioneller Karriereweg wird.

Was sind "Serious Games"?

Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Besonders spannend sind Serious Games: Das sind digitale Spiele, die nicht nur Spaß machen, sondern gezielt dabei helfen, sich Wissen anzueignen, spezielle Fähigkeiten zu üben oder komplizierte Themen verständlich zu machen. Einfach gesagt: Lernen durch Spielen.

Wozu braucht man Serious Games?

Serious Games werden heute in vielen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel:
Ein wichtiger Vorteil: Man kann Situationen trainieren, die in der Realität oft zu gefährlich, zu teuer oder zu aufwändig wären - etwa bei Übungen für den Katastrophenschutz.

Beispiel: Feuerwehr-Einsatz virtuell trainieren

Wie läuft ein Einsatz ab? Was sind die richtigen Schritte in Stresssituationen? Mit Serious Games lassen sich komplexe Abläufe erlebbar und trainierbar machen – zum Beispiel durch ein virtuelles Training von Feuerwehreinsätzen. So kann man üben, ohne dass Menschen gefährdet werden oder große Kosten entstehen.

Für wen passt die Vertiefung "Serious Games"?

Die Vertiefung ist ideal, wenn man:
Denn Serious Games entstehen oft gemeinsam mit Menschen aus verschiedenen Bereichen: Man spricht mit Auftraggebern aus unterschiedlichen Branchen und entwickelt gemeinsam eine Lösung, die in der Praxis wirklich hilft. Wichtig: Man muss keine Vorkenntnisse mitbringen.

Das Studium – Schritt für Schritt

Die Vertiefung "Serious Games" ist eine Spezialisierung im Bachelor Digitale Medien und kann frei gewählt werden. Die Inhalte bauen systematisch aufeinander auf – vom Einstieg bis zum eigenen Projekt.

1) Programmieren & Mathe: die Basis


Man startet mit den Grundlagen, die für interaktive Anwendungen und Spiele gebraucht werden.

2) 3D-Modellierung, Animation & Gestaltung

Man lernt, 3D-Objekte und virtuelle Umgebungen zu erstellen und zu animieren – damit Spielwelten realistisch und spannend wirken.

3) Computer-Game-Development: eigene Games entwickeln

Hier kommt alles zusammen: Man entwickelt eigene Spiele und interaktive Anwendungen, lernt wichtige Werkzeuge kennen und setzt Gameplay-Ideen praktisch um.

4) Serious Games

In diesem Teil geht es gezielt um Games für Bildung, Training und gesellschaftliche Themen. Man lernt, Inhalte aus anderen Fachgebieten in gute Spielaufgaben zu verwandeln.

Kann ich auch Entertainment-Games entwickeln?

Ja. Wenn man den Fokus lieber auf Spiele zur reinen Unterhaltung legen möchte, ist das im Studium ebenfalls möglich.

Gute Perspektiven in einer wachsenden Branche

Serious Games verbinden Informatik, Mediengestaltung und Spieleentwicklung – genau diese Mischung wird in vielen Bereichen gesucht. Mögliche Felder sind zum Beispiel:
Prof. Dr. Christian Niemand, verantwortlich am Fachbereich Angewandte Informatik für die Vertiefung Serious Games, sagt: "Mit Serious Games deckst Du eine neue Nische im Computer-Game-Development ab und entwickelst reale Welten, in denen Alltags- oder Gefahrensituationen trainiert werden." (mis/pm) +++

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