Antisemitismus heute
Hochschule diskutiert über Herausforderungen für demokratische Diskurskultur
Fotos: Felix Weigl
08.07.2026 / FULDA -
Wie kann eine demokratische Gesellschaft mit zunehmendem Antisemitismus umgehen? Dieser Frage widmete sich ein öffentliches Podiumsgespräch an der Hochschule Fulda unter dem Titel "Antisemitismus heute – Herausforderung für demokratische Diskurskultur". Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Bildungspraxis, jüdischer Community und Zivilgesellschaft diskutierten darüber, wie Antisemitismus erkannt, eingeordnet und ihm wirksam begegnet werden kann. Moderiert wurde die Veranstaltung von Vatan Ukaj.
Dr. Stefan Hößl erläuterte zunächst, was Antisemitismus ausmacht. Dabei gehe es nicht nur um offene Feindseligkeit gegenüber Jüdinnen und Juden, sondern auch um Vorurteile, verbreitetes Falschwissen und die Weigerung, dieses kritisch zu hinterfragen. Ein wichtiger Ansatz in der Bildungsarbeit sei deshalb die Aufklärung darüber, welche Denkweisen problematisch sind und welche Folgen sie haben können.
Steigender Antisemitismus
Besonders thematisiert wurde auch die Entwicklung seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Die Zahl antisemitischer Vorfälle habe sich seitdem stark erhöht; Antisemitismus sei sichtbarer und zugleich gewalttätiger geworden. Umso wichtiger sei es, jüdisches Leben zu schützen, demokratische Werte zu verteidigen und eine offene Gesprächskultur zu fördern. Im Anschluss gab es noch eine Diskussionsrunde mit den Besucherinnen und Besuchern.