Ein Jahr nach dem Brand

Café Blümchen: Tot oder doch nicht? Das macht der Betreiber heute

Das Café Blümchen ist Geschichte - oder doch nicht? Nach einem Brand hatte der Schlüchterner Gastronomiebetrieb schließen müssen.
Fotos: Andreas Bejm

04.08.2026 / SCHLÜCHTERN - Das Café Blümchen ist Geschichte - oder doch nicht? Nach einem Brand hatte der Schlüchterner Gastronomiebetrieb schließen müssen. Ein Jahr nach diesem herben Schlag haben wir mit Betreiber Taulant Hoxha gesprochen - heute unterhält er einen Biergarten. Die angestammten Räumlichkeiten sind unterdessen weiter unbenutzbar.



In einer Nacht vor zwölf Monaten war die beliebte Lokalität den Flammen zum Opfer gefallen. Die Bestürzung in Schlüchtern war groß. Anlass für uns, einen Blick zurückzuwerfen - aber auch in die Zukunft.

Nach dem verheerenden Brand sei erstmal vieles unklar gewesen (OSTHESSEN|NEWS berichtete) doch schließlich sei eins zum anderen gekommen, erzählt Hoxha. Auf den Eigentümer der Immobilie ist der Gastronom noch immer nicht gut zu sprechen, tief sind die Gräben. "Der will das Haus nicht reparieren, sondern lieber so, wie es ist, verkaufen", sagt Hoxha uns. Da er aber aus dem Mietvertrag noch Ansprüche hat, hat er geklagt und gewonnen, wie uns das Landgericht Hanau auf Anfrage bestätigt.

Staatsanwaltschaft: keine Hinweise auf "etwaige Täter"

Doch wie konnte es überhaupt zu dem Feuer kommen? Die Polizei hatte mit dem Verdacht der Brandstiftung ermittelt. Heute ist das Verfahren eingestellt, die Ermittlungen liefen ins Leere. Zwar habe sich im Zuge der Ermittlungen "der Verdacht einer vorsätzlichen Brandstiftung" ergeben, allerdings: keine Hinweise auf "etwaige Täter", wie Staatsanwalt Joachim Lehnertz von der Staatsanwaltschaft Hanau gegenüber OSTHESSEN|NEWS erklärt. Auch deshalb glaubt Hoxha nicht an ein Verbrechen.

Wie es mit dem Blümchen langfristig weitergeht, bleibt unklar. Dankbar zeigt sich Taulant über die Unterstützung der Gemeinde, besonders in Persona von Bürgermeister Matthias Möller. Aus dem Rathaus stelle man ihm die Terrasse samt Container, wo er nun bei gutem Wetter wieder Gäste empfängt. "Es ist zwar nicht das Blümchen, aber eben das Nächstbeste", so der Gastronom.

Natürlich hofft er weiter, in die alte Heimat zurückkehren zu können. Schließlich sei er in der Immobilie zufrieden gewesen, "aber ich halte natürlich auch die Augen nach Alternativen offen", so Hoxha. Vielleicht wird er aber auch ein ganz neues Kapitel aufschlagen. "Ich bin gelernter Betriebswirt, vielleicht ergibt sich auch in diese Richtung etwas." (mmb) +++

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