Tim Muth folgt auf Dittmar Happel

Offizieller Chefwechsel in der Zentralen Notaufnahme am Klinikum Fulda

Dittmar Happel (64, li.) zusammen mit seinem Nachfolger Tim Muth (40, re.) und Sabrina Sauthoff der Ärztlichen Direktorin der ZNA.
Fotos: Hendrik Urbin

03.07.2026 / FULDA - "Happel, Notaufnahme!" Wenn sich der Chef-Manager der Zentralen Notaufnahme (ZNA) am Klinikum Fulda, Dittmar Happel (64), mit diesen Worten innerhalb des 1.000-Betten-Krankenhauses per Telefon gemeldet hat, wusste jeder: Es geht um ein Bett für einen Patienten – "und es ist dringend, muss also schnell gehen". Sein Name war im ganzen Haus bekannt. Doch jetzt gibt es einen Wechsel an der Spitze, denn der administrative Leiter wurde am Freitagmittag offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger steht bereits fest: Tim Muth (40), ein Eigengewächs des Klinikums, hat bereits übernommen. Er bildet die Doppelspitze mit Sabrina Sauthoff, der Ärztlichen Direktorin der ZNA.



Klinikum-Vorstandschef Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel sprach von einer "Ära", die zu Ende gehe, und lobte Happel: "Sie haben hier in ihrer 25-jährigen Tätigkeit wichtige Pionierarbeit geleistet. Danke für ihr großes Herz, ihr persönliches Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz. Sie sind Wegbegleiter des modernen klinischen Notfallmanagements." Mit Muth gehe die "konsequente Weiterentwicklung" weiter: "Sie stehen für Kontinuität und neue Impulse."

Rund 100 Gäste aus Klinikum, Politik und Aufsichtsrat, Blaulicht-Familie wie Rettungsdienst und Polizei, Vertreter des Ärztezusammenschlusses GNO für die niedergelassenen Praxen, Weggefährten und Familien sind zur Feierstunde in der Campus-Etage gekommen, um das Klinik-Urgestein zu verabschieden und den 'neuen Mann' zu begrüßen. Die ZNA ist eben keine gewöhnliche Abteilung im Klinikum, sondern die wichtigste Schnittstelle für die Bevölkerung zu den einzelnen Fachbereichen, eben die Visitenkarte des Krankenhauses der Maximalversorgung. Pro Monat versorgt die ZNA rund 5.000 Patienten.

Große Fußstapfen – "Lieber Tim, Du hast vom Besten gelernt!"

Humorvoll, ehrlich, pragmatisch, schnell und konsequent in der Entscheidung, fachlich hochqualifiziert, demütig und menschlich – das sind Eigenschaften, die Happel auszeichnen. Sabrina Sauthoff, die ärztliche Notaufnahme-Chefin, richtete ihre Worte zunächst an Tim Muth: "Du trittst in große Fußstapfen und hast vom Besten gelernt." Und dann in Richtung Happel: "Danke – wir alle haben Dir sehr viel zu verdanken. Wir haben ein super Team und werden auch in Zukunft die Notfallversorgung in der Region auf höchstem Niveau gestalten."

Der offizielle Chefwechsel wurde bereits Anfang 2026 vollzogen. OSTHESSEN|NEWS hatte Dittmar Happel bereits zum großen Abschlussinterview getroffen. Bis Ende Juni gab es eine sechsmonatige Übergangszeit, in der Tim Muth noch viel von Happel lernen durfte. "Nur weil man einen Führerschein hat, kann man noch lange nicht Autofahren. So ist es auch in einer Führungsfunktion", sagte Muth, der von einem "historischen Tag" sprach. "Du hast viel Wissen mit mir geteilt. Danke für Dein Vertrauen, lieber Diddi." Und dann das Schlusswort von Dittmar Happel: "Es war die herausforderndste, aber auch schönste Zeit meines Berufslebens. Jetzt ist die ZNA bei Sabrina Sauthoff und Tim Muth in den besten Händen. Und eins ist klar: Das ist ein ganz tolles Klinikum – ich habe fertig. Vielen Dank!"

Aufgelockert wurde die Abschiedsfeier mit einem Talk, moderiert von Dr. Menzel. Er wollte vom scheidenden und neuen ZNA-Chef über skurrile Notfälle, Rezepte, die man für den Job braucht, Hobbys & Co. sprechen – und die Antworten erheiterten die Gäste. Bei guten Netzwerk-Gesprächen klang der Nachmittag auf der Campus-Etage aus und der Generationswechsel war offiziell vollzogen. Parallel flogen insgesamt drei Rettungshubschrauber das Klinikum Fulda an, um Patienten ins Haus der Maximalversorgung zu bringen – Notfallrettung kennt eben keine Grenzen, sondern läuft 24/7. (Christian P. Stadtfeld) +++

X