"So können Leben gerettet werden"

Defibrillator für Marjoß: Neue Hilfe im Notfall am "Ein|Laden"

Entgegengenommen wurde die Spende von rund zehn Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Marjoß.
Foto: Privat

03.07.2026 / STEINAU/STR. - Ein Defibrillator kann im Ernstfall Leben retten. Damit im Notfall schnell geholfen werden kann, steht der Bevölkerung in Marjoß ab sofort ein öffentlich zugänglicher Defibrillator zur Verfügung. Das Gerät stammt aus einer Spende der Hamm Kliniken, zu denen auch die Hamm Klinik Bellevue in Bad Soden-Salmünster gehört, und wurde von Geschäftsführer Raymond Grant überreicht, der seit 2020 selbst in Marjoß lebt und sich als ehemalige Einsatzkraft der Feuerwehr seit vielen Jahren für den Bevölkerungsschutz engagiert.



Installiert wurde der Defibrillator am Selbstbedienungs-Regiomaten "Ein|Laden" im Höfchen 2, 36396 Marjoß. Dort ist das Gerät rund um die Uhr zugänglich. Zwar ist der Defibrillator alarmgesichert, im Notfall kann er jedoch jederzeit entnommen und eingesetzt werden.

"So können Leben gerettet werden"

Entgegengenommen wurde die Spende von rund zehn Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Marjoß. Raymond Grant war es ein persönliches Anliegen, dass ein Defibrillator im Ort zur Verfügung steht. "Mir ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass es dieses Gerät gibt und sich im Ernstfall auch trauen, es einzusetzen. So können wertvolle Minuten überbrückt und Leben gerettet werden." Dabei nimmt der Defibrillator den Helfenden die Angst vor Fehlern: Das Gerät analysiert selbstständig den Herzrhythmus und gibt nur dann einen Stromstoß frei, wenn dieser medizinisch erforderlich ist. Ist dies nicht der Fall, weist der Defibrillator mit der Ansage "Kein Schock empfohlen" darauf hin. Ein Schock bei einer gesunden Person ist somit nicht möglich.

"Einsatz ist einfacher als man denkt"

Durch seine langjährige Tätigkeit bei Freiwilligen Feuerwehr Rantrum in Schleswig-Holstein sowie seine Erfahrung als Erste-Hilfe-Ausbilder weiß Grant, dass viele Menschen Hemmungen im Umgang mit Defibrillatoren haben. "Der Einsatz eines Defibrillators ist heute einfacher, als viele denken. Trotzdem wünschen sich viele Menschen mehr Sicherheit im Umgang damit – und genau dabei möchte ich unterstützen." Deshalb plant er gemeinsam mit der Feuerwehr Marjoß für den Herbst eine kostenlose Schulung für die Bevölkerung. Neben der Handhabung des Defibrillators sollen dabei auch Grundlagen der Ersten Hilfe vermittelt und aufgefrischt werden. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Die Freiwillige Feuerwehr Marjoß bedankte sich im Namen der Bevölkerung herzlich für die Spende. Gleichzeitig warb die Wehr für weitere engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich ehrenamtlich einbringen möchten.

Auch Raymond Grant sprach den Einsatzkräften seine Anerkennung aus: "Die Freiwillige Feuerwehr leistet einen unverzichtbaren Dienst für unsere Dorfgemeinschaft. Dieses Engagement verdient großen Respekt. Ich freue mich, mit dem Defibrillator einen Beitrag zur Sicherheit in Marjoß leisten zu können." (js/pm)+++

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