Gegen die hohen Temperaturen

Hitze-Check 2026: Fulda und Hanau schneiden schlecht ab

Umgang mit aktueller Hitze.
Symbolbild: Pixabay

12.07.2026 / REGION - Mit der steigenden Hitze wird der Schutz vor allem in Osthessens Städten immer wichtiger. Fulda und Hanau gehören laut dem Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe zu den Städten in Hessen, die auf die Hitze nicht besonders gut vorbereitet sind. Der Blick fällt auf versiegelte Flächen, zu wenig kühlendes Grün und die zunehmende Hitzebelastung - auch das Gesundheitsrisiko für die Menschen wächst.



Für den Hitze-Check 2026 wurden bundesweit 190 Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern miteinander verglichen. Bewertet wurden in diesem Jahr der Grad der Flächenversiegelung, der Anteil an Grünflächen, die Beschattung durch Bäume und die Hitzebelastung der Bevölkerung.

Stadt sieht die Bewertung kritisch

Die Stadt Fulda hat sich zum Ergebnis des Hitze-Checks geäußert. Presseprecher Johannes Heller macht klar: "Der Hitze-Check bildet die Situation in Fulda nur eingeschränkt ab." Lokale Besonderheiten wie die Tallage, nächtliche Kaltluftströme oder der Beitrag privater Baumflächen würden in der Methodik nicht ausreichend berücksichtigt werden. Deshalb sei die tatsächliche klimatische Situation differenzierter zu bewerten, als es der Hitze-Check erkennen lasse. Dennoch räumt auch die Stadt ein, dass es beim Thema Verschattung und Versiegelung Herausforderungen gibt. Unabhängig von der Bewertung bleibt der Hitzeschutz eine wichtige Aufgabe für die Stadtentwicklung.

Mehr grün als Lösung

Die Deutsche Umwelthilfe fordert für die Zukunft zusätzliche Grünflächen und ein konsequentes Entsiegeln von Flächen. Auch begrünte Dächer und Fassaden könnten helfen, Städte an heißen Tagen deutlich abzukühlen und die Lebensqualität zu verbessern. Vor allem für erkrankte oder ältere Menschen und Kinder ist ein besserer Hitzeschutz maßgeblich. Egal in welcher Stadt - extreme Hitze ist und bleibt keine Ausnahme mehr. Auch Fulda und Hanau müssen sich langfristig gesehen auf heiße Sommer einstellen und teilweise bei der Stadtentwicklung den Blick aufs Klima richten. Mehr Grünflächen, weniger versiegelte Flächen und schattige Aufenthaltsorte werden künftig entscheidend dazu beitragen, die Stadt so zu rüsten, dass sie auch bei heißen Temperaturen lebenswert und widerstandsfähig ist. (vm) +++

X