Zeitreise ins Mittelalter
Schwerter, Feuer, Ritter: Burg Schwarzenfels erwacht zum Leben
Fotos: Walter Dörr
28.06.2026 / SINNTAL -
Wo sonst Stille zwischen den alten Gemäuern herrscht, erfüllten am Wochenende wieder das Klirren von Schwertern, das Lachen der Besucher und mittelalterliches Treiben die Burg Schwarzenfels (Main-Kinzig-Kreis). Bei der traditionellen "Burgbelebung" verwandelte der Verein "Ritter Schwarzenfels" die historische Anlage erneut in eine lebendige Zeitreise.
Die Burg liegt inmitten einer malerischen Landschaft, wo sich die ansteigenden Hügel mit den umliegenden Wäldern vereinen. Sie erhebt sich majestätisch auf ihrem Berg, ein stolzes Zeugnis vergangener Zeiten – das weithin sichtbare Wahrzeichen von Sinntal. Ihre massiven Mauern ragen hoch empor und trotzen den Zeiten, während sie stillschweigend die Geschichten vergangener Jahrhunderte in sich tragen.
Eine tolle Tradition
Alle zwei Jahre ist die "Burgbelebung", da erwacht die Burg zu neuem Leben und es ist in den ehrwürdigen Mauern viel los. Die alten Gemäuer, einst von tapferen Rittern und edlen Damen bewohnt, füllen sich mit der lebendigen Energie der Besucher und ein farbenfrohes Treiben erfüllt die historischen Räume der Ruine. Der Duft von gebratenem Fleisch und frisch gebackenem Brot zieht durch die Luft, die mittelalterlichen Klänge der Spielleute berühren die Seele und laden zum Träumen von längst vergangenen Zeiten ein.Heiße Temperaturen, mittelalterliche Atmosphäre
Dieses Jahr lag die majestätische Burg auf dem 492 Meter hohen Hopfenberg in brennend heißem Sonnenschein. Einerseits ist schönes Wetter schön – zu viel ist aber zu viel. Deshalb suchten die Besucher gerne "Schutz" in den wohltemperierten dicken Mauern des Marstallgebäudes.Bei der "Burgbelebung" traten das Mittelalter-Folk-Trio "Les Renards – Die Füchse" mit Tavernenmusik auf, die Spielleute "Ratz, Fatz und Rübe" und atemberaubend und besonders stimmungsvoll war die Feuershow von Sylvette Ackermann am Samstagabend.
Handwerk wie vor Jahrhunderten
Kochen im Mittelalter wurde von Ralf und Christine Nowak dargestellt, szenisch auch die Gerichtsbarkeit von Manuel Fink. Die Buchonia-Schwertgruppe zeigte immer wieder Duelle. Ein Hingucker auch der Infanterist des 13. Jahrhunderts Kurt Deißler. Am Spinnrad arbeiteten Michaela Maienschein und Heike Gerlach, am Gewichtswebstuhl Petra und Eric Gerlach, dem Schmied Jens Schunk konnte zugesehen werden, Hanni Schneider mit ihrer Färberei, Michael Schneider bei der Ringpanzerherstellung und Claudia Götz beim Brettchen- und Kammweben. Alexander Kärgelein zeigte seine Waffen- und Rüstungsschau. Kulinarische Vielfalt auf der Burg
Für das leibliche Wohl sorgten die Bäckerei Fink (Rahmfladen), Metzgerei Martin, Jonas Hölzer (Gasthaus Zur Burg, Ritterburger), die Jägerschaft Schwarzenfels (Wildwürste, Wildgyros), der Verein "Ritter Schwarzenfels" (Ritterbier) und im Burgcafé gab es Kaffee und leckeren Kuchen. Auf dem Burggelände lagerten Jannifer Jemnde, Christina Rachisch, "Die Füchse", "Alsbach" und "Melinas Gefährten".