Was kann ich tun?

Fit für den Notfall: Blaulichtteams zeigen, wie Krisenschutz wirklich geht

An den jeweiligen Rewe-Märkten in Petersberg, Eiterfeld-Arzell, Gersfeld und Großenlüder ging es von 9 bis 13 Uhr darum, Krisen wie das Hochwasser im Ahrtal oder den Stromausfall in Berlin durchzuspielen.
Fotos: Mia Schmitt

28.06.2026 / REGION - Was brauche ich, wenn ein Krisenfall eintritt? Welche Vorsorge muss ich selbst betreiben? Welche Hilfe bekomme ich von Organisationen? Für diese und weitere Fragen standen die Blaulichtorganisationen und die Gefahrenabwehr des Landkreises Fulda in den vier Kommunen Eiterfeld, Großenlüder, Gersfeld und Petersberg am Samstag zur Verfügung.



An den jeweiligen Rewe-Märkten in Petersberg, Eiterfeld-Arzell, Gersfeld und Großenlüder ging es von 9 bis 13 Uhr darum, Situationen wie das Hochwasser im Ahrtal oder den Stromausfall in Berlin durchzuspielen. Hierfür waren Vertreter aus Feuerwehr, den Gemeinden, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und den Maltesern vor Ort. "Wir wollen die Bevölkerung darüber informieren, was sie in Krisensituationen machen können", erklärte Stephan Otter, bei der Gemeinde Petersberg verantwortlich für Zivil- und Katastrophenschutz, gegenüber OSTHESSEN|NEWS am Petersberger Rewe-Parkplatz.

Was tue ich, wenn... - sie kennen die Antwort

"Das Hochwasser und der Stromausfall haben uns gezeigt, dass es oft einen Moment dauert, bis die Rettungseinheiten vor Ort sind. In dieser Zwischenzeit muss sich die Bevölkerung selbst versorgen können. Genau dafür möchten wir sensibilisieren - ohne Panik zu verbreiten. Wir haben ein gutes System, das unterstützen kann. Trotzdem sollte jeder in der Lage sein, sich für etwa drei bis zehn Tage zu versorgen", erklärte Otter das Konzept.

Für eine solche Versorgung sind vor allem folgende Fragen bedeutend: Wie viele Personen muss ich verpflegen? Wie viele Lebensmittel und weitere Artikel brauchen wir? Wie ist unser Haus, unsere Wohnung ausgestattet? Wie kann ich informiert bleiben? Brauche ich möglicherweise ein Kurbelradio? Damit beschäftigt man sich zwar nicht im Alltag, das kann aber durchaus eine starke Stütze darstellen.

"Das Interesse ist da", resümierte er im Gespräch mit O|N. "Bei der Hitze zeigten sich aber mehr Menschen am Vormittag. Auch ältere Leute sehen wir häufiger, da sich viele Jugendliche über das Internet informieren."

Am Ende zeigte der Aktionstag vor allem eines: Krisenvorsorge beginnt bei jedem selbst. Die Einsatzkräfte machten deutlich, wie wichtig es ist, für einige Tage eigenständig versorgt zu sein - und dass gute Vorbereitung die Zeit überbrückt, bis Hilfe eintrifft. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren und Sicherheit für den Ernstfall zu gewinnen. (mis) +++

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