Heu, Mist und Unrat brennen
Hitze und Trockenheit: Flächenbrand bei Langenbieber breitet sich schnell aus
Fotos: Rene Kunze
27.06.2026 / HOFBIEBER -
Am Freitagabend wurde die Feuerwehr zu einem Flächenbrand nach Hofbieber‑Langenbieber (Kreis Fulda) alarmiert. Wie Gemeindebrandinspektor Heiko Kremer gegenüber O|N berichtete, seien die Einsatzkräfte zunächst wegen einer unklaren Rauchentwicklung zwischen Langenbieber und Niederbieber - in Höhe des Goldbachshofs - alarmiert worden. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass eine größere Fläche mit Heuballen, Mist und Unrat brannte. Die anhaltende Hitze und Trockenheit hatten dafür gesorgt, dass sich das Feuer schnell weiter ausbreitete - auch auf ein angrenzendes Getreidefeld und eine benachbarte Wiese.
"Durch die Hitze und Trockenheit hat sich der Brand rasch ausgebreitet", so Kremer gegenüber unserem OSTHESSEN|NEWS-Blaulichtreporter vor Ort. Die Feuerwehr rückte mit einem größeren Kräfteaufgebot an, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Wichtige Hilfe vom Lohnunternehmen Herrlich
Unterstützung kam vom örtlichen Lohnunternehmen, das an diesem Wochenende Tag der offenen Tür feiert: "Die Firma Herrlich hatte aus diesem Grund die Gülle-Lkw mit Wasser gefüllt - rund 30.000 Liter standen dadurch direkt an der Einsatzstelle zur Verfügung", erklärte Krämer. Das habe die Löscharbeiten erheblich erleichtert.
Kräftezehrender Einsatz
Für die Einsatzkräfte war der Abend besonders belastend. Bei Temperaturen um die 35 Grad mussten die Feuerwehrleute regelmäßig Pausen einlegen und ausreichend trinken. "Der Einsatz ist kräftezehrend, wir tauschen die Kräfte immer wieder aus", sagte Kremer. Insgesamt waren 32 Kameraden der Feuerwehren Langenbieber und Hofbieber im Einsatz.Derzeit laufen die Nachlöscharbeiten, um letzte Glutnester abzulöschen und ein Wiederaufflammen zu verhindern. Auch der Ortslandwirt unterstützte die Einsatzkräfte: Mit seinem Radlader schob er den brennenden Mist auseinander, damit die Feuerwehr an die Glutnester gelangen konnte. (js)+++