Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr
40-Grad-Hammer: So rüstet sich Osthessen gegen die Rekord-Hitze
Symbolbild: O|N / Henrik Schmitt
27.06.2026 / REGION -
Es ist heiß - möglicherweise sogar das wärmste Juniwochenende seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Temperaturen von teils knapp 40 Grad bringen die Menschen in Osthessen ins Schwitzen. Diese Hitze treibt auch viele Menschen körperlich an ihre Grenzen. Besonders gefordert sind dabei die Hilfs- und Rettungsorganisationen.
Wie bereiten sie sich auf die Extremtemperaturen vor? Was erwartet sie? Und wie finden sie selbst Abkühlung? OSTHESSEN|NEWS hat sich umgehört - bei Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz und der DLRG.
In voller Uniform - Polizei schwitzt im Streifenwagen
Im Intranet gebe es Hinweise, wie man sich vor der Hitze schützen könne, und die Kräfte seien angehalten, sich entsprechend vorzubereiten. Eine Erleichterung bei der Uniform gebe es aber nicht: "Unsere Kolleginnen und Kollegen sind weiterhin voll uniformiert im Dienst", so Leipold - sie könnten aber zwischen kurzen und langen Diensthemden wählen. Außerdem gebe es Trinkwasserspender - etwa am Polizeipräsidium - an denen sich die Kollegen rund um die Uhr mit Wasser versorgen könnten.Rettungsdienst: Bislang kein erhöhtes Einsatzaufkommen
Auch die Rettungsdienste behalten die Lage im Blick. Von einem signifikant erhöhten Einsatzaufkommen könne aber bislang keine Rede sein, alles laufe im normalen Rahmen, erklärt Christoph Schwab, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbands Fulda. Die Rettungswagen sind klimatisiert, die Teams entsprechend vorbereitet.Feuerwehr mit Extra-Getränken, Sonnencreme und Schattenspendern
Steigen die Temperaturen, steigt mit ihnen oft auch das Risiko für Vegetationsbrände und Einsätze im Freien. Die Feuerwehren müssen darauf vorbereitet sein. So auch in Alsfeld: Man habe den Einsatzkräften eine ganze Palette mit Wasserkisten zur Verfügung gestellt, berichtet Carsten Schmidt, stellvertretender Stadtbrandinspektor. Normalerweise versorge bei Einsätzen das Rote Kreuz die Kräfte, doch bei dieser Wetterlage wolle man sichergehen, "dass bei größeren Einsätzen von Anfang an genug Getränke vorhanden sind", so Schmidt.An heißen Tagen zieht es viele Menschen zum kühlen Nass. Hier sorgt etwa die DLRG für Sicherheit. So auch am Guckaisee: Man habe für das Wochenende zusätzliches Personal eingeplant, sagt Michael Lipus, Chef der DLRG Osthessen. Die Schichten seien so gelegt, dass die Retterinnen und Retter genügend Ruhepausen einbauen könnten, zudem habe man die Getränkevorräte erhöht - ansonsten laufe das übliche Programm.
DLRG appelliert: Schatten suchen, auf Sonnenschutz achten und ausreichend trinken
Normalerweise seien am Guckaisee pro Tag drei Mann im Einsatz, an diesem Wochenende habe man die Mannschaften verdoppelt. "Wir freuen uns natürlich, dass es bei der Hitze kühles Nass gibt", sagt Lipus. Gleichzeitig appelliert er aber auch an die Besucherinnen und Besucher, sich selbst vorzubereiten: Schatten suchen, auf Sonnenschutz achten - gerade bei Kindern - und ausreichend trinken.Die Blaulicht-Familie ist vorbereitet - das Hitzewochenende kann kommen. (mmb) +++