Maximilian Ziegler zu Gast

Zwischen historischen Kulissen und den Herausforderungen von morgen

Der Landtagsabgeordnete Maximilian Ziegler (rechts) besuchte den Schlitzer Bürgermeister Heiko Siemon
Foto: SPD Fraktion

27.06.2026 / SCHLITZ - Im Rahmen seiner Besuche bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Region traf sich der SPD-Landtagsabgeordnete Maximilian Ziegler mit dem Schlitzer Rathauschef Heiko Siemon. Nach einem intensiven Arbeitsgespräch im altehrwürdigen Schlitzer Rathaus, bei dem Themen von der Bundespolitik bis hin zur konkreten Situation vor Ort auf der Tagesordnung standen, machten sich beide ein Bild vor Ort: Bei einem gemeinsamen Rundgang über das alte Brauereigelände zeigte Bürgermeister Siemon, dem Areal erfolgreich wieder neues Leben eingehaucht wird und dort zukunftsweisende Projekte entstehen.



Die allgemeine wirtschaftliche und finanzielle Lage bereitet beiden Politikern Sorgen. Die aktuellen Steuerschätzungen ließen wenig Gutes erahnen, zudem verunsichere die Bundespolitik Betriebe und Privatleute gleichermaßen, was spürbare Auswirkungen auf regionale Firmen habe. Auch das Thema Bürokratieabbau belaste die Kommunen weiterhin. Ein konkretes Ärgernis für den Bürgermeister ist zudem der Zensus: Schlitz hat sich der von der Stadt Hanau vorangetriebenen Klage gegen die ermittelten Einwohnerzahlen angeschlossen. "In unseren kleinen Ortsteilen kann man quasi per Hand nachzählen, wer hier wohnt. Es ist absolut nicht nachzuvollziehen, wieso uns laut Statistik plötzlich so viele Einwohner fehlen sollen, was uns letztlich bares Geld bei den Zuweisungen kostet", machte Siemon deutlich.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen beweist Schlitz Tatkraft bei der Modernisierung und Digitalisierung. Die Stadtverwaltung testet auf Abteilungsleiterebene bereits den Einsatz von künstlicher Intelligenz und hat ein Ticketsystem für Ortsvorsteher eingeführt, über das Mängel – wie eine defekte Straßenlampe – unkompliziert gemeldet werden können. Auch beim Thema Nachhaltigkeit nimmt Schlitz eine Vorreiterrolle ein: Im Freibad sorgt eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einer 100 kWp-Photovoltaikanlage dafür, dass der Strombedarf weitestgehend autark gedeckt wird. Zudem geht im September an der Kläranlage eine neue Phosphorrückgewinnungsanlage in den Betrieb, die im Oktober offiziell eingeweiht wird.

Der 34-jährige Abgeordnete aus Grebenhain zog ein positives Fazit des Besuchs: "Schlitz zeigt eindrucksvoll, wie man sich trotz bürokratischer und finanzieller Hürden für die Zukunft aufstellt. Der Besuch zeigt mir: Die schwarz-rote Landesregierung geht die richtigen Schritte in Richtung Vereinfachung und Entbürokratisierung. Wir müssen den Menschen vor Ort wieder mehr Vertrauen entgegenbringen und damit verbunden auch Entscheidungsspielraum. Das ist insbesondere für die Kommunen im ländlichen Raum wichtig." (mp/pm) +++

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