Vorsicht: Kreislauf leidet
Hitze schwächt Menschen: Deutlicher Anstieg in den Zentralen Notaufnahmen
Symbolbilder: OSTHESSEN|NEWS
27.06.2026 / REGION -
Rekordverdächtige Temperaturen, seit Tagen Sonne und Hitze in Osthessen: Die extreme Wärmebelastung ist für die meisten Menschen deutlich spürbar. Gerade viele ältere und gesundheitlich geschwächte Menschen kämpfen mit diesen ungewöhnlich heißen Temperaturen.
Verdreifachung durch Folgen der Hitze
Auch das Herz-Jesu-Krankenhaus bestätigt: "Die derzeitige Hitzewelle macht sich deutlich bemerkbar. Wir verzeichnen in unserer Zentralen Notaufnahme des Herz-Jesu-Krankenhauses Fulda einen deutlichen Anstieg von Patientinnen und Patienten mit hitzebedingten Beschwerden. Im Vergleich zu einer normalen Wetterlage hat sich die Zahl der entsprechenden Fälle verdreifacht. Aktuell behandeln wir täglich zwischen 10 und 20 Menschen, die direkt oder indirekt von den Folgen der Hitze betroffen sind", erklärt die Sprecherin vom Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda.Das hitzebedingte Beschwerdebild reiche von Hitzeerschöpfung, Hitzschlag und starker Dehydrierung (Exsikkose) über Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Fieber und Herz-Kreislauf-Störungen bis hin zu Bewusstseinsstörungen, Synkope (Ohnmachtsanfällen) und Bewusstlosigkeit. Vereinzelt treten auch Fälle mit neurologischen Ausfallerscheinungen bis hin zu Krampfanfällen auf.
Professionelle Versorgung der Patienten
Die Zentralen Notaufnahmen hatten sich auf die Wettersituation entsprechend bestmöglich eingestellt: "Unser Team in der Zentralen Notaufnahme ist auf diese Situation gut eingestellt und sichert die Versorgung gewohnt professionell. Aktuell verzeichnen wir hitzebedingt etwa 3 bis 4 zusätzliche Patientinnen und Patienten pro Tag. Da unsere Notaufnahme ohnehin das gesamte Jahr über stark frequentiert ist, bedeutet dies zwar eine spürbare Zusatzbelastung, die wir jedoch dank flexibler Planung so gut wie möglich auffangen. Glücklicherweise werden für die kommende Woche wieder spürbar kühlere Temperaturen prognostiziert", sagt die Sprecherin vom Klinikum Fulda.Natürlich haben die Einrichtungen auch ihre Mitarbeiter im Blick: "Unsere Mitarbeitenden sind für solche Situationen sensibilisiert und achten insbesondere auf Patientinnen und Patienten, für die Hitze eine zusätzliche Belastung darstellen kann. Darüber hinaus informieren wir auch präventiv zum richtigen Umgang mit Hitze", sagt die Sprecherin des Hersfelder Klinikums.
Vorfreude auf kühlere Temperaturen
Zusammenfassend erklärte die Sprecherin vom Klinikum Fulda: "Längere Perioden mit Temperaturen um die 40 Grad bringen echte Herausforderungen mit sich. Unsere Vorsorgemaßnahmen stoßen dann an ihre Grenzen. Dennoch versuchen wir, bestmögliche Bedingungen für alle Menschen in unserem Haus zu schaffen – und freuen uns gemeinsam auf die kühlere Luft in der nächsten Woche." (Hans-Hubertus Braune) +++