Stadtbaurat ist Stadtgespräch!
CDU Fulda verhindert demokratischen Wettbewerb und verspielt Vertrauen
Fotos: O|N
28.06.2026 / KOMMENTAR -
So brisant war selten eine Personalie, so knapp war selten ein Ergebnis im Stadtparlament von Fulda. Der Brechstangen-Antrag der CDU, die Stelle des hauptamtlichen Stadtbaurats nicht öffentlich auszuschreiben, sondern nur Amtsinhaber Daniel Schreiner erneut ins Rennen zu schicken, sorgt in der Stadt für ordentlich Gesprächs- und auch Zündstoff. Ob beim Bäcker, in der Kneipe oder beim Smalltalk – die Fuldaer Bürger diskutieren kontrovers.
CDU will keine Ausschreibung! Ist das der Wille des Wählers?
Am Beispiel des 'Antrags der CDU-Fraktion betreffend der Wiederwahl des Stadtbaurates Daniel Schreiner' vom 10. Juni 2026 hat diese Transparenz allerdings wohl nicht funktioniert. Die CDU möchte keine Ausschreibung und damit auch keine Auswahl. Das Ergebnis der jüngsten Wahl war offensichtlich kein Denkzettel, sondern vielmehr der Auftrag für ein 'Weiter so!'. Aber ist das tatsächlich auch der Wille des Wählers? Ohne Auswahl, kein Vergleich und nicht die beste Wahl
Steht ein Dezernent – unabhängig davon, ob er etwas für Kosten und Bauzeiten kann, Chef ist eben Chef – so in der Kritik, sollte man bei einer Verlängerung der Amtszeit, gerade im politischen Raum, genau überlegen, ob man nicht doch den Weg einer ordentlichen Ausschreibung geht. Damit hätte die CDU nicht nur ein deutliches Zeichen in die Fuldaer Bürgerschaft gesendet und die Demokratie, die von Auswahl lebt, gefördert, sondern auch den Amtsinhaber in eine komfortablere Situation gebracht, sich zu beweisen. Schließlich wäre es bei der "guten Arbeit", die Schreiner laut der CDU-Spitze leistet, auch möglich gewesen, dass niemand gegen den amtierenden Stadtbaurat kandidiert oder dass er nach Auswahl der beste Mann für diese Position ist.