Debatte im Deutschen Bundestag
Michael Brand fordert "Blockaden und Bürokratie bei Organspenden beseitigen"
Symbolfoto: pixabay
26.06.2026 / REGION -
In der Debatte des Deutschen Bundestages zur Frage von Organspenden hat der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand als einer der Mitinitiatoren eines fraktionsübergreifenden Antrages am Donnerstag dafür geworben, dass die Entscheidung über Organspende weiterhin aktiv und freiwillig von Organspendern getroffen werden muss.
Er kritisierte, dass die Politik "große Debatten führt, während die konkreten Maßnahmen zur Registrierung von bereitwilligen Spendern sowohl auf der Bundesebene beim Zentralregister für Organspenden als auch vor Ort bei den Kommunen oder auch im Internet noch immer unterbleiben". "Es macht nicht nur mich wütend, dass die Blockade von einfachen Schritten wie Kampagnen auf Social Media und schnelle Registrierung bei Kommunen und effektive Strukturen in Krankenhäusern schon jetzt mutmaßlich viele Tote gekostet hat." Die Widerspruchslösung sei aber der falsche Weg: "Wenn es beim Datenschutz und überall positive Zustimmung braucht, dann muss das bei Eingriffen in unseren Körper erst recht gelten." Schweigen dürfe nicht einfach als Zustimmung interpretiert werden.
Beseitigung von Bürokratie und Blockaden bei der Organspende
Laut Brand "reicht es nicht, wenn es in Deutschland nur einen Brief der Krankenkasse gibt, sondern es braucht moderne digitale Kampagnen, um die ja spendenbereiten Bürgerinnen und Bürger auch tatsächlich dafür zu gewinnen, sich als Spender auch registrieren zu lassen."Der Abgeordnete wies darauf hin, dass auch die von anderen Abgeordneten geforderte sogenannte "Widerspruchsregelung", die jeden der über 80 Millionen Bundesbürger zum Organspender erklärt, sofern nicht widersprochen wird, "nicht die Lösung sein kann". "Denn wenn 85 Prozent zu Spenden bereit sind und diese Menschen nicht registriert sind, dann ist etwas faul im System - das müssen wir reparieren und nicht alle zu automatischen Spendern erklären, die nicht widersprechen".
Michael Brand und die anderen Abgeordneten, die den Antrag unterstützen, sind überzeugt, dass man mit "der Beseitigung von Bürokratie und Blockaden bei der Organspende" die gewünschte Zahl erreicht und die etwa 8.000 Menschen, die derzeit auf ein Spenderorgan warten, ausreichend versorgen kann, "auch ohne über 80 Millionen zu automatischen Spendern zu erklären, sofern kein Widerspruch erfolgt."