Warnung im Stadtgebiet

Gesundheitsgefahr durch Raupenhaare: Stadt ruft zur Vorsicht auf

Nest des Eichenprozessionsspinners an einer Eiche auf dem Bad Hersfelder Hauptfriedhof
Archivfoto: Stadt Bad Hersfeld

25.06.2026 / BAD HERSFELD - Viele Eichen im Stadtgebiet von Bad Hersfeld sind von dem Eichenprozessionsspinner befallen. Die Kreisstadt Bad Hersfeld warnt deshalb davor, dass der Kontakt mit den Raupen und Nestern bei Mensch und Tier zu Haut- und Atemwegsreizungen führen kann.



In stark frequentierten Bereichen werden die Nester abgesaugt. Bäume, an denen der Eichenprozessionsspinner gesichtet wird, werden mit Warnbändern versehen. Diese werden entfernt, sobald die Nester abgesaugt wurden. Sollte ein Nest des Eichenprozessionsspinners an städtischen Bäumen entdeckt werden, bittet die Stadt um Meldung unter der Telefonnummer 06621 201-838 oder -839.

Hintergrund: giftige Haare werden abgestoßen Wenn die Raupen des Eichenprozessionsspinners ausgewachsen sind, verpuppen sie sich in ihren Nestern. Nach circa einem Monat schlüpfen sie als Falter. Ab den dritten Larvenstadium (circa Mitte Mai) haben die Raupen Brennhaare, die ein Nesselgift enthalten. Da sich die Raupen mehrfach häuten, enthalten auch verlassene Nester Brennhaare. Über mehrere Jahre stellen die Nester weiterhin eine Gefahr für Mensch und Tier dar, sollte damit in Berührung gekommen werden, erklären die Mitarbeiter der Grünanlagen. Auch wenn der Nestbau teilweise schon abgeschlossen ist, können die städtischen Mitarbeiter bei ihren regelmäßigen Kontrollen weitere, bereits verlassene Nester entdecken, die dann dokumentiert und entfernt werden.

Dieses Jahr ist der Befall mit dem Eichenprozessionsspinner sehr stark. Auch Privatpersonen werden geben, ihre Eichen zu kontrollieren und ggf. Maßnahmen mit einer Fachfirma abzustimmen und durchzuführen. (js/pm)+++

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