Mineralwasser boomt!

Alle haben Durst: Nachfrage nach Getränken steigt mit dem Thermometer

Die Nachfrage nach Flüssigem steigt momentan wie die Temperaturen.
Fotos: O|N-Archiv

27.06.2026 / REGION - Die wichtigste Empfehlung bei dieser Affenhitze da draußen ist eindeutig: viel trinken, am allerbesten Mineralwasser. Zwei bis drei Liter am Tag sind dabei ein Muss, denn beim Schwitzen verlieren wir nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Diesen Rat scheinen wohl viele Menschen zu kennen und derzeit auch zu beherzigen, denn die Nachfrage nach gesundem Sprudelwasser ist hoch und steigt kontinuierlich.


Die hiesigen Mineralwasser-Hersteller sind zwar generell auf solche Hitzeperioden eingestellt, denn im Sommer steigt der Absatz an Getränken generell an. Doch diese Rekordhitze, die wir gerade aushalten, steigert die Nachfrage sozusagen proportional zu den Temperaturen. Also kaufen die Verbraucher gerade insgesamt mehr Getränke, ob Apfelschorle, Bier oder Saft. Ganz besonders gefragt ist in den Sommermonaten Mineralwasser in allen Variationen, ob still oder spritzig, ob in Glas- oder PET-Flasche. Da werden momentan gern mal ein oder zwei Kisten auf Vorrat gekauft, denn nichts löscht besser den Durst als das mehr oder weniger prickelnde Wasser.

Die große Nachfrage in den Sommermonaten hat in früheren Jahren schon ab und an zu Lieferengpässen geführt. Zusätzlich gab es schon mal Probleme, genügend Nachschub für Kohlensäure zu bekommen. Deshalb haben wir bei RhönSprudel, Förstina und dem Bad Brückenauer Mineralbrunnen nachgefragt, wie die Lage aktuell aussieht.

Deutlicher Nachfrageanstieg bei Sommerhitze

An den jetzigen heißen Tagen kann sich die aufgenommene Flüssigkeitsmenge im Vergleich zu normalen Tagen verdreifachen. Entsprechend verzeichnen sowohl RhönSprudel als auch Förstina seit mehreren Tagen einen deutlich spürbaren Nachfrageanstieg. "Besonders unsere Mineralwässer sowie unsere MiWa-Plus-Produkte stehen bei diesen hochsommerlichen Temperaturen hoch im Kurs und werden von den Verbraucherinnen und Verbrauchern verstärkt nachgefragt. Solche Entwicklungen sind in Hitzeperioden zwar typisch, stellen jedoch insbesondere bei länger andauernder Sommerhitze hohe Anforderungen an Produktion, Logistik und die Mitarbeitenden beider Unternehmen", sagt der Geschäftsführer der RhönSprudel-Gruppe, Christian Schindel.

Hohe Auslastung bei der Rhönsprudel-Gruppe

Die aktuell hohe Nachfrage stelle die Produktion und Logistik vor besondere Herausforderungen. "Die Abfüllanlagen beider Unternehmen laufen auf Hochtouren, und durch vorausschauende Planung sowie zusätzliche Schichten setzen wir alles daran, unsere Kunden auch an heißen Tagen zuverlässig mit Erfrischung zu versorgen", sagt Schindel. Hinzu komme, dass das gesteigerte Trinkverhalten viele Verbraucher dazu veranlasse, sich stärker mit Getränken einzudecken. Dadurch verzögere sich die Rückgabe von Leergut. Das führt dazu, dass wichtige Gebinde für die Abfüllung zeitweise fehlen, was die Versorgungslage zusätzlich erschwert. Trotz aller Anstrengungen könne es deshalb aktuell vereinzelt zu Lieferverzögerungen kommen. "Gerade bei hohen Temperaturen wissen wir, wie entscheidend eine verlässliche Getränkeversorgung ist. Unser Anspruch ist es, auch während Hitzewellen eine kontinuierliche Versorgung mit Mineralwasser und Erfrischungsgetränken in gewohnt hoher Qualität sicherzustellen", so der RhönSprudel-Chef.

30 Prozent mehr Nachfrage beim Bad Brückenauer Mineralbrunnen

"Aktuell verzeichnen wir einen Nachfrageanstieg von rund 30 Prozent. Die sommerlichen Temperaturen sorgen für einen deutlich höheren Konsum - vor allem bei unseren Mineralwasser-Variationen. Gleichzeitig entwickeln sich auch unsere Near-Water-Produkte sehr erfreulich. Besonders gefragt sind derzeit die Sorten Limette-Minze, Orange-Ingwer und Lemon. Gerade bei sommerlichen Temperaturen greifen Verbraucher bevorzugt zu leichten und erfrischenden Getränken", erklärt Udo Gerber, Prokurist des Bad Brückenauer Mineralbrunnens. Die erhöhte Nachfrage bedeute für das Unternehmen deutlich höhere Anforderungen an Produktion und Logistik. Die zusätzlichen Mengen müssten ja auch verladen und transportiert werden. Und es gibt ein Zusatzproblem: Viele Verbraucher kauften größere Mengen und legten Vorräte an, sodass Flaschen und Kästen länger im Umlauf blieben. "Dadurch verzögert sich die Rückführung des Leerguts in den Mehrwegkreislauf. In Kombination mit einer stark steigenden Nachfrage kann dies zeitweise zu Engpässen bei bestimmten Gebinden führen", so Gerber. Also appellieren die Getränkehersteller an ihre Kunden: "Eine schnelle Rückgabe des Leerguts hilft dabei, den Kreislauf effizient aufrechtzuerhalten." (ci)+++


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