"Gewalt ist keine Option"

Starker Auftritt: Marienschule prägt Hessens Erfolg beim Europa‑Wettbewerb

V.l. Landesbeauftragter für den Europäischen Wettbewerb in Hessen, Roland Gawinski, Preisträger der Auszeichnung beste hessische Arbeit "Gewalt ist keine Option", Milad Javadani, Preisträgerin der Auszeichnung beste hessische Arbeit "Gewalt ist keine Option", Patrizia Hofmann, Hessischer Bildungsminister, Armin Schwarz
Foto: HMKB

25.06.2026 / WIESBADEN/FULDA - Hessens Schülerinnen und Schüler gehören beim 73. Europäischen Wettbewerb zur deutschlandweiten Spitze: Mit 58 Bundespreisen belegt das Land den dritten Platz im bundesweiten Vergleich. Bei der feierlichen Preisverleihung im Stadtschloss Fulda ehrte Bildungsminister Armin Schwarz die hessischen Preisträgerinnen und Preisträger.



Er würdigte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: "Europa ist nicht selbstverständlich, Europa ist eine Aufgabe für uns alle. In einer Zeit, in der demokratische Grundwerte infrage gestellt werden und Desinformation zunimmt, ist es entscheidend, dass sich junge Menschen eine eigene Meinung bilden, hinterfragen und sich einmischen. Unsere Preisträgerinnen und Preisträger geben den großen Begriffen Recht, Respekt und Demokratie ein Gesicht – ihr eigenes."

Vielfältige hessische Beiträge führen zu Platz drei im Bundesvergleich

Unter dem Motto "Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?" hatten sich alle Altersgruppen und Schulformen mit Demokratie, Menschen- und Kinderrechten sowie mit Fragen der Sicherheit im Alltag auseinandergesetzt – vom sicheren Schulweg über den Schutz vor Gefahren im digitalen Raum bis hin zu den Grundfesten der Demokratie. Auch aktuelle Herausforderungen wie der Klimawandel, die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der Umgang mit Desinformation flossen in die Arbeiten ein. Ihre Antworten gaben die Jugendlichen in Bildern, Texten, Filmen, Musik und multimedialen Projekten.

In Hessen beteiligten sich 6.445 Schülerinnen und Schüler aus 89 Schulen. 135 dieser Beiträge wurden für die Bundesebene ausgewählt. Am Ende standen 58 hessische Bundespreise und damit der dritte Platz im Bundesvergleich. Als beste hessische Arbeit wurde der Text "Gewalt ist keine Option!" von Patrizia Hofmann (Marienschule Fulda) ausgezeichnet. Bundesweit beteiligten sich rund 74.900 Schülerinnen und Schüler an etwa 1.276 Schulen.

Wanderausstellung zeigt Beiträge

Erstmals wird der Europäische Wettbewerb in Hessen von einer Wanderausstellung begleitet. Gezeigt werden 62 Werke der hessischen Bundespreisträgerinnen und Bundespreisträger. Die Ausstellung war bereits an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden und in den Römerhallen Frankfurt zu sehen. Aktuelle Station ist im Stadtschloss Fulda Station.

Der Europäische Wettbewerb ist seit seiner Gründung 1953 der älteste Schülerwettbewerb Deutschlands. Bundesweit beteiligen sich Jahr für Jahr bis zu 80.000 Schülerinnen und Schüler. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, die Kultusministerkonferenz empfiehlt Schulen die Teilnahme und die Länder unterstützen seine Durchführung. (js/pm)+++

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